Vine-Neustart „Divine“ beendet Warteliste und startet öffentlich
Unter der Leitung des frühen Twitter-Architekten Evan Henshaw-Plath schafft Divine Einladungscodes ab und heißt Creator wieder im ikonischen Sechs-Sekunden-Loop-Videoformat willkommen.
Zusammenfassung
Divine, ein inoffizieller Nachfolger von Vine unter der Leitung des frühen Twitter-Architekten Evan Henshaw-Plath, hat seine exklusive Einladungsphase beendet und ist nun für die breite Öffentlichkeit verfügbar.
Die dezentralisierte App hält am beliebten 6‑Sekunden-Loop-Videoformat fest und bietet einen klassischen Feed mit über 2 Millionen restaurierten Clips aus dem ursprünglichen Vine-Archiv.
Divine, der mit Spannung erwartete Vine-Neustart unter der Leitung des frühen Twitter-Architekten Evan Henshaw-Plath, ist nun offiziell für die Öffentlichkeit zugänglich. Nach einer dreimonatigen Beta-Phase auf Einladung hat die App die Zugangscodes abgeschafft und öffnet sich damit einer neuen Generation von Kreativen. Nutzer*innen erhalten sofort Zugriff auf einen klassischen Feed mit mehr als zwei Millionen restaurierten Videos aus dem Originalarchiv – inklusive des legendären sechsekündigen Video-Loop-Formats, das eine ganze Ära der Internetkultur prägte.
Das neue Projekt versteht sich als Zufluchtsort vor algorithmischer Manipulation und künstlicher Intelligenz. Divine verbietet KI-generierte Medien strikt und verlangt, dass sämtliches Material direkt mit der appinternen Kamera aufgenommen wird. Integrierte Verifizierungstools gewährleisten die Authentizität jedes Uploads. Indem der unablässige Druck entfällt, für Empfehlungsalgorithmen optimieren zu müssen, will das Entwicklungsteam echte menschliche Kreativität fördern – statt auf oberflächliche Engagement-Köder zu setzen.
Die technische Grundlage von Divine ist das Open-Source-Protokoll Nostr, eine Architektur, die unter anderem von Twitter-Mitgründer Jack Dorsey unterstützt wird. Diese dezentrale Infrastruktur verlagert die Macht grundlegend zurück in die Nutzer-Community. Statt die Kontrolle bei einem einzigen Unternehmen zu bündeln, gibt das System den Einzelnen echtes Eigentum an ihrer Identität und ihren Inhalten. Der öffentliche Start erfolgt zu einem kulturellen Wendepunkt: Die weitverbreitete Sehnsucht nach der Einfachheit früher sozialer Medien führt Nutzer*innen weiterhin weg von den undurchsichtigen Algorithmen der heutigen Tech-Giganten.
Um die fatalen Schwächen seines Vorgängers zu vermeiden, stellt die Plattform die langfristige finanzielle Tragfähigkeit für Kreative in den Vordergrund. Das ursprüngliche Vine verlor bekanntermaßen seine größten Talente, weil es ihnen keine ausreichende finanzielle Unterstützung bot. Henshaw-Plath und sein Team prüfen aktiv verschiedene Monetarisierungsmodelle, damit Influencer*innen eine wirtschaftlich tragfähige Community aufbauen können. Diese kommerzielle Strategie erstreckt sich auch auf Markenpartnerschaften. Zu den ersten Initiativen zählt eine erste Kooperation mit Taco Bell, die ausgewählten Kund*innen frühen Zugang ermöglichte und einen weniger störenden Ansatz für Werbung demonstrierte.



















