D.S. & Durga fängt die nostalgische Magie von New Yorker Romanzen der 2000er mit „Ain’t That Sweet“ ein

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D.S. & Durga Ain’t That Sweet Fragrance Launch David & Kavi Moltz  Co-Founder Interview
D.S. & Durga
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Das Kult-Dufthaus D.S. & Durga aus Brooklyn betritt olfaktorisches Neuland. Die Marke wurde 2008 vom autodidaktischen Parfümeur und Musiker David (D.S.) Seth Moltz sowie der Architektin und späteren Kreativdirektorin Kavi (Durga) Moltz gegründet und hat sich weltweit eine Fangemeinde aufgebaut, indem sie ungewöhnliche Ideen in vielschichtige, erzählerische Düfte übersetzt. Mit dem neu vorgestellten „Ain’t That Sweet“ nimmt sich das Duo nun einer Duftkategorie an, die bekanntermaßen polarisiert: ein Amberduft, der als ultimativer Gourmand für alle gedacht ist, die sonst keine Gourmand-Düfte tragen.

Inspiriert vom Optimismus junger Liebe und der magnetischen Anziehungskraft New Yorks in den frühen 2000ern fängt der Duft die Energie nächtlicher Romanzen ein – ebenso wie den alljährlichen Strom von Träumer:innen, die in die Stadt kommen, um ihren Platz im Leben zu finden. Die Komposition entwirft eine intime Szene: ein Zettel, den Liebende einander hinterlassen, dazu ein Stück dunkler, malziger Dattelkuchen und ein Glas Goldene Milch, das auf der Küchentheke auf die Rückkehr um Mitternacht wartet. Auf Kopfnote von Myrrhe und sri-lankischem Zimt folgt ein Herz aus Dattel, Praline und Lilie, ehe der Duft in einer warmen, erdenden Basis aus Kondensmilch, Bourbonvanille und Muskatnuss ausklingt.

Ganz im Sinne der D.S. & Durga-DNA wird der Neuzugang als vielschichtiges Kunstwerk verstanden. David, der Parfüm und Musik als miteinander verwobene, unsichtbare Kunstformen begreift, komponierte eigens für die Kampagne einen „Party-Soul“-Track. Kavi wiederum verantwortete ein markantes neues Verpackungsdesign, das den markentypischen Farbton „Peach Concrete“ aufgreift.

D.S. & Durga: Launch des Duftes „Ain’t That Sweet“ – Interview mit den Co-Foundern David & Kavi Moltz


Gourmand-Düfte polarisieren oft oder wirken schnell zu süß. Ihr beschreibt „Ain’t That Sweet“ jedoch als Gourmand für Menschen, die sonst keine Gourmand-Düfte tragen. Wie habt ihr Noten wie Dattelkuchen und Goldene Milch so ausbalanciert, dass der Duft raffiniert statt übermäßig süß wirkt?

David Moltz: Die üppigen Dattelkuchen-Aromen habe ich mit erdenden, eindeutig parfümigen Ingredienzen ausbalanciert – Moschus, Patschuli, echtem Vanille-Absolue. Süß, aber nicht zu süß.

Der Duft ist in den frühen 2000ern in New York und der DIY-Szene Brooklyns verwurzelt. Welche konkreten Erinnerungen oder kulturellen Momente dieser Ära wolltet ihr mit diesem Launch in einem Flakon festhalten?

David: Klar, wir sind fest in dieser Szene verwurzelt! „Ain’t That Sweet“ erinnert an junge Romanzen in der Stadt – damals wie heute. An die Möglichkeit, Liebe zu finden. An die ersten Phasen des Werbens. An den Zettel, den man hinterließ, bevor es üblich wurde, den ganzen Tag zu simsen. Die Zwanziger haben etwas Zeitloses. Man denke nur daran, wie viele unserer liebsten Songs, Gedichte und Geschichten von Menschen in ihren Zwanzigern stammen. Man hat einen offenen Kanal zum Universum und weiß es nicht einmal. Ich will keine Nostalgie für eine vergangene Zeit erzeugen – vielmehr interessiert mich, diese Energie romantischer Nächte und all der Möglichkeiten in der Stadt einzufangen, damit neue Menschen den Duft tragen und damit ihre eigenen Geschichten schreiben können.

„Dieser Nervenkitzel am Anfang, wenn man es kaum erwarten kann, für die neue Liebe alles zu geben … Es fühlt sich wie von einer anderen Welt an … ‚Ain’t That Sweet‘ ist genau dieses Gefühl.“ – David Moltz, Mitgründer

Du zeichnest mit diesem Duft ein sehr lebendiges Bild: ein Zettel zwischen Liebenden, eine Rückkehr um Mitternacht, Dattelkuchen und Goldene Milch, die auf der Küchentheke warten. Warum wurde gerade diese leise, intime Szene spät in der Nacht zum zentralen Bild für „Ain’t That Sweet“?

David: Dieser Nervenkitzel am Anfang, wenn man voller Begeisterung für die neue Liebe alles gibt – einen Kuchen backt, einen Song schreibt, die andere Person überrascht. Man muss zwar zur Arbeit, weiß aber, dass man nach Hause kommt, um neben ihr einzuschlafen. Wenn einem das passiert, fühlt es sich wie von einer anderen Welt an. „Ain’t That Sweet“ ist warm und vertraut – genau wie dieses Gefühl.

Wo siehst du „Ain’t That Sweet“ in der sich wandelnden Duftlandschaft und im heutigen Umgang mit Parfüm?

David: Ein toller Duft für einen Abend in der Stadt: anziehend und intensiv, mit einer opulenten, würzigen Sillage. Ich habe ihn zusammen mit 50 anderen Kreationen einigen Menschen gezeigt, deren Urteil ich sehr schätze – und bei diesem gab es die meisten „OMG“-Reaktionen. Liebe Grüße an Mr. Cologne!

Wie prägt dein Hintergrund als Musiker die Art, wie du Düfte komponierst? Und wie sind diese beiden kreativen Prozesse bei „Ain’t That Sweet“ zusammengekommen?

David: Musik und Parfüm sind beides unsichtbare Kunstformen. Sie haben eine konkrete Struktur, aber man kann sie nicht sehen. Mit beiden setzt man sich also auf eine sehr unmittelbare und geheimnisvolle Weise auseinander. Aus dem Nichts sieht und fühlt man Dinge. Ich schreibe Musik und kreiere Parfüms fast instinktiv. Etwas fließt durch mich hindurch, und ich versuche, Wort, Klang oder Duft so zu ordnen, dass sie der Idee möglichst treu bleiben.

In letzter Zeit vertone ich Düfte besonders gern. Inzwischen mache ich zu jedem Launch Singles oder EPs sowie kleine Klangvignetten für Anzeigen und Social Media. Für „Ain’t That Sweet“ habe ich eine Art Party-Soul-Track geschaffen, der zum Leitmotiv der Kampagne wurde. Dadurch sind die Düfte noch enger mit Klang verbunden, als wenn man einfach eine Playlist mit der Musik anderer zusammenstellt.

Kavi, was hat das neue Verpackungsdesign inspiriert? Wie prägen Artwork und Verpackung das Dufterlebnis und die Geschichte, die der Duft erzählt?

Kavi Moltz: Wir wollten mutiger werden. Die Welten unserer Düfte sind so reich, farbenfroh und voller Leben. Bilder hinzuzufügen und unsere Farbe „Peach Concrete“ in den Vordergrund zu rücken, zeigt die Tiefe jedes Parfüms besser. Außerdem sollte die Schachtel praktisch sein, eher wie ein Erinnerungsstück: eine stabil verarbeitete Box mit dezentem Branding, die in ihrem zweiten Leben Dinge aufbewahren kann.


„Ain’t That Sweet“ von D.S. & Durga erscheint am 25. August 2026 im offiziellen Onlineshop der Marke sowie bei ausgewählten Händler:innen. Der Duft kostet 225 US-Dollar für 50 ml und 300 US-Dollar für 100 ml.

Zoe Leung Senior Editor

Zoe Leung is a Senior Editor at Hypebeast, where she has been shaping the publication’s coverage of horology, art, design, and culture since 2023. Her extensive watch reporting spans exclusive manufacture visits with Maisons like Zenith, Jaeger-LeCoultre, and Grand Seiko, as well as insightful conversations with industry leaders and artisans. Beyond watches, she regularly spotlights international creatives and cultural phenomena, utilizing her knowledge of global music and entertainment subcultures to deliver narratives that explore the worldwide influence of contemporary visual storytelling and cross-cultural artistry.

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