Cadillac fordert Europas Hypercar-Elite mit dem V-One Track-Only Concept heraus
Mit dem bislang extremsten Rennstrecken-Konzept der Marke nimmt Cadillacs Luxus-Flaggschiff die Spitzenprogramme von Ferrari und Aston Martin ins Visier.
Zusammenfassung
Cadillac hat das einsitzige V-One Concept vorgestellt, aufgebaut auf dem Carbon-Monocoque von Dallara aus dem V-Series.R-Prototyp.
Befreit von Rennreglements liefert sein frei saugender 5,5-Liter-V8-Hybrid satte 830 PS.
Mit einem Silber-zu-Navy-Endurance-Lackverlauf prüft Cadillac eine limitierte Serie für private Sammler.
Cadillac sorgte bei der Monterey Car Week für Aufsehen, als die Marke den V-One bei The Quail, A Motorsports Gathering enthüllte. Das Hypercar-Konzept für die Rennstrecke basiert direkt auf dem Le-Mans-Prototypen V-Series.R, mit dem die Marke Meisterschaften gewonnen hat.
Das Fahrzeug nutzt dasselbe Kohlefaser-Monocoque von Dallara und die gleiche schubstangengesteuerte Radaufhängung wie das Rennfahrzeug. Befreit von den strengen LMDh-Regularien kann der 5,5-Liter-V8-Hybrid mit Saugmotor jedoch sein volles Potenzial entfalten. Er leistet nun beeindruckende 830 System-PS und übertrifft damit deutlich das für den Rennwagen geltende Limit von 670 PS. Cadillac strebt Rundenzeiten an, die höchstens zehn Prozent über denen des professionellen Rennpendants liegen, und stimmt die Fahrdynamik zugleich so ab, dass auch Nicht-Profis das Fahrzeug souverän beherrschen können.
Optisch bewahrt der Einsitzer die dramatischen aerodynamischen Proportionen des Prototyps, ergänzt sie jedoch um exklusive, maßgefertigte Oberflächen, die zur Luxusidentität der Marke passen. Die Karosserie trägt einen aufwendig von Hand aufgetragenen Farbverlauf, der von Silber an der Front zu tiefem Navyblau am Heck übergeht. Dieses markante Gestaltungselement soll den kräftezehrenden Übergang von Tag zu Nacht während eines klassischen 24-Stunden-Langstreckenrennens symbolisieren. An der Front ersetzt ein beleuchtetes, physisches Cadillac-Emblem den üblichen Rennaufkleber; dazu kommen überarbeitete Embleme im Dark-Persona-Look und ein völlig neues, speziell für dieses Projekt entwickeltes V-Series-Felgendesign.
Im Cockpit aus Sicht-Carbon trifft pure Prototypen-Renntechnik auf gehobenen Komfort. Der ganz auf den Fahrer zugeschnittene Innenraum ist mit speziellen recycelten Stoffen aus der Cadillac Collection ausgestattet, einer nummerierten Plakette an der Tür, die seine Exklusivität unterstreicht, sowie einem Fahrersitz, der exakt nach den körperlichen Maßen des Kunden geformt wird. Die Ingenieure entwickelten zudem eine intuitive, maßgeschneiderte Benutzeroberfläche und eine individuell abgestimmte Tastenbelegung am Lenkrad. Dieses Hightech-Setup liefert übersichtliche Telemetriedaten, visuelles Feedback und Coaching, damit Enthusiasten die enorme Hybridleistung auf der Rennstrecke auch in einer Maschine auf Werksniveau beherrschen können.
Offiziell wird das Projekt zwar als Konzeptstudie geführt, doch das Cadillac-Management lotet offen die Möglichkeiten einer limitierten Kundenserie aus. Sollte sie realisiert werden, würde der V-One die amerikanische Luxusmarke in die Spitzenklasse des Automobilmarkts führen und mit den Kleinserien-Rennstreckenprogrammen etablierter Konkurrenten wie Ferrari, Aston Martin und McLaren konkurrieren. Die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Chassisbauer stellt sicher, dass die nötigen Fertigungskapazitäten bereits vorhanden sind – und ebnet den Weg dafür, dass diese reglementierungsfreien Prototypen schon bald in privaten Garagen stehen könnten.



















