Zusammenfassung
Audi präsentiert den streng limitierten Supersportwagen Nuvolari mit einem Plug‑in‑Hybrid‑V‑8‑Antrieb und 987 PS.
Der Mittelmotor‑Halo‑Sportwagen teilt sich seine Architektur mit dem Lamborghini Temerario, setzt aber auf größere Batterien und ein Drei‑Motoren‑Setup für noch mehr Leistung.
Die Produktion ist weltweit auf 499 Exemplare begrenzt, der Einstiegspreis liegt bei rund 700.000 US‑Dollar, und die ersten Auslieferungen in Europa sind für Anfang 2027 geplant.
Mit dem Nuvolari kehrt Audi eindrucksvoll in die Welt der Supersportwagen mit extrem hoher Leistung zurück. Der während der Monterey Car Week enthüllte Mittelmotor-Prototyp versteht sich als spiritueller Nachfolger des eingestellten R8 und läutet eine neue Ära für die Marke ein. Zugleich führt er Audis neue Formensprache Radical Next ein, die Chief Creative Officer Massimo Frascella maßgeblich geprägt hat. Das Exterieur bestimmen schnörkellose Carbonfaser-Karosserieteile und der Verzicht auf die für moderne Supersportwagen typischen, extrem gestreckten Proportionen. Funktionale Details im Industrial-Look setzen Akzente, darunter ein Frontgrill aus gefrästem Aluminium mit Lamellen variabler Neigung sowie ein aktiver Heckflügel mit integriertem Aluminium-Logo.
Technisch teilt sich der neue Halo-Sportwagen seine Architektur und einen 4,0-Liter-V8 mit Biturbo-Aufladung mit dem Lamborghini Temerario. Die Audi-Ingenieur:innen haben den Antrieb jedoch erheblich weiterentwickelt: Eine größere 7,3-kWh-Batterie und ein Dreimotoren-System steigern die Systemleistung auf geschätzte 987 PS. Allein der V8 dreht bis zu atemberaubenden 10.000 U/min. Audi-CEO Gernot Döllner bestätigte bei der Premiere in Monterey, dass das Hybridsystem deutlich mehr Leistung liefern wird als sein italienischer Verwandter. Zu den Leistungszielen zählt eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 350 km/h, die ein ausgeklügeltes Quattro Predictive Ride System und gewaltige Carbon-Keramik-Bremsen beherrschbar machen sollen.
Im Innenraum verzichtet der Prototyp auf die heute üblichen, von Bildschirmen dominierten Layouts und setzt stattdessen auf haptische, physische Bedienelemente. Hochwertige Metalloberflächen prägen das Cockpit. Die Luftdüsen sind aus schwarz eloxiertem Aluminium gefräst, während sich der Luftstrom über manuelle Hebel mit angenehm spürbarem mechanischem Widerstand einstellen lässt. Die elegant schlanken Carbonfaser-Sitze werden manuell verstellt und unterstreichen den fokussierten, fahrerorientierten Charakter. Ein Rückfahrdisplay ersetzt den klassischen Spiegel und gleicht die vollständig fehlende Sicht nach hinten aus, die durch das großflächige, wärmeableitende Gitter über dem Motorraum entsteht.
Vom Vorschlag bis zum Prototyp dauerte die Entwicklung des limitierten Sportwagens gerade einmal 405 Tage. Audi will weltweit nur 499 Exemplare bauen. Der Einstiegspreis liegt bei rund 700.000 US-Dollar. Die ersten 200 Fahrzeuge gehen in der ersten Hälfte des Jahres 2027 an Kund:innen in Europa. Weitere 200 Exemplare sind ab 2028 für die USA vorgesehen, die übrigen gehen an ausgewählte Märkte im Nahen Osten und in Asien. Die Radical-Next-Formensprache dieses Flaggschiffs soll in den kommenden Jahren auch in die Serienmodelle der Marke einfließen.