Aston Martin enthüllt den 838 PS starken Valen – den stärksten Frontmotor-Supersportwagen der Marke
Mit Fokus auf extremen Abtrieb und optimierte Aerodynamik ersetzt die britische Marke die klassische Heckscheibe durch eine geschlossene Carbon-Heckklappe samt digitalem Rückspiegelsystem.
Zusammenfassung
Aston Martin präsentierte den Valen während der Monterey Car Week als streng limitierten, rennstreckenorientierten Ableger des Vanquish, mit einer maßgeschneiderten Karosserie aus Carbonfaser und einem V12-Motor mit 838 PS.
Die Produktion ist weltweit auf 150 Exemplare begrenzt, der Einstiegspreis liegt bei 2 Millionen US‑Dollar, und anstelle einer klassischen Heckscheibe setzt das Design auf ein kamerabasiertes Sichtsystem.
Aston Martin hat mit seiner Individualisierungsabteilung Q den Valen entwickelt – den leistungsstärksten Frontmotor-Serienwagen in der 113-jährigen Geschichte der Marke. Seine Weltpremiere feierte das Modell bei der Monterey Car Week und bricht radikal mit der sonst klassisch-eleganten Ästhetik eines Grand Tourers. Unter der skulptural geformten Motorhaube arbeitet eine hochgezüchtete Version des hauseigenen 5,2-Liter-V12-Biturbo-Motors. Das Aggregat leistet 838 PS und liefert 1.001 Newtonmeter Drehmoment. Die Ingenieur:innen von Aston Martin kombinieren diese enorme Leistung mit einer Achtgang-Automatik von ZF, deren Schaltprogramm direkt vom Vantage-GT4-Rennwagen abgeleitet wurde. So beschleunigt der Supersportler in exakt 3,0 Sekunden von 0 auf 60 mph, bevor er seine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 214 mph erreicht.
Um die immense Leistung zu beherrschen, erleichterte das Entwicklungsteam die Serienplattform des Vanquish um 243 Pfund. Serienmäßige 21-Zoll-Räder aus Magnesium senken die ungefederten Massen und tragen eigens entwickelte, unterschiedlich breite Pirelli P Zero R Reifen; an der Hinterachse kommen ultrabreite Pneus der 325er-Serie zum Einsatz. Dank Pirelli-Cyber-Tyre-Technologie übermitteln sie Echtzeitdaten zur Haftung direkt an die Fahrdynamikregelung. Das Heck wird von einer speziellen Titan-Abgasanlage mit vier Endrohren geprägt. Zwei sitzen weit oben in der Heckschürze, zwei weitere klappengesteuerte Auslässe sind in den Diffusor integriert. Die maßgeschneiderte Anlage ist 50 Prozent lauter als in früheren Modellen und erzeugt ein hochfrequentes Heulen, das wie Orgelpfeifen eines Mittelmotor-Hypercars abgestimmt wurde.
Beim Exterieur hat extreme Aerodynamik Vorrang vor zurückhaltendem Luxus. Die Front prägen ein massiver Splitter aus Carbon und schmale, markant konturierte Scheinwerfer. Eine geschlossene Heckklappe ersetzt die Heckscheibe vollständig; für den Blick nach hinten sorgt deshalb ein Digitalkamerasystem. Die vierflutige Auspuffanlage beansprucht viel Platz im kleinen Kofferraum, deshalb bietet der Hersteller maßgefertigtes Gepäck an. Kund:innen erhalten sogar ein spezielles Tuch, das beim Einladen ihrer maßgeschneiderten Koffer den Lack schützt und die enorme Hitze der Auspuffanlage abschirmt. Das Showcar debütierte in Satin Andromeda Red – einem Lack, der je nach Licht zwischen tiefem Rotkupfer und bläulichen Untertönen changiert.
Auch im Cockpit hat optische Leichtigkeit Priorität. Eine steil ansteigende Mittelkonsole integriert 3D-gedruckte Komponenten sowie Funktionselemente aus dem Mittelmotor-Supersportler Valhalla. Käufer:innen können neu entwickelte Sports-Plus-Sitze für Langstreckenkomfort wählen oder sich für feste Carbon-Schalensitze für den Einsatz auf der Rennstrecke entscheiden. Die auf 150 Exemplare limitierte Auflage markiert einen entscheidenden Moment für Frontmotor-Supersportwagen, während die Automobilindustrie rasant auf Elektrifizierung umstellt. Bei einem Einstiegspreis von 2 Millionen US-Dollar ist die gesamte Produktion bereits überzeichnet. Dank der umfangreichen Individualisierungsmöglichkeiten des Q-Kommissionierungsservice wird zudem kein Exemplar dem anderen gleichen.



















