Amazon erhöht Preise für seine gesamte Hardware-Reihe still und leise – um bis zu 60 Prozent
Amazon bestätigt: Die Preiserhöhungen sind auf branchenweit stark gestiegene Kosten für Speicher- und Massenspeicherkomponenten zurückzuführen.
Zusammenfassung
Amazon hat die Preise seiner Echo-, Kindle-, Fire TV- und eero-Produktreihen deutlich angehoben, bei einigen Geräten um bis zu 60 Prozent.
Diese eher stillen Anpassungen gehen auf eine weltweite Knappheit bei Speicherkomponenten zurück, die durch die rasant steigende Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche-Intelligenz-Rechenzentren ausgelöst wurde.
Während die meisten Hardware-Kategorien Preissprünge zwischen 5 und 100 US-Dollar verzeichneten, behalten die Ring-Sicherheitsprodukte der Marke derzeit noch ihre gewohnten Preise.
Die Ära stark subventionierter Amazon-Geräte könnte sich dem Ende zuneigen. In der vergangenen Woche hat der E-Commerce-Riese still und leise die Preise in nahezu seinem gesamten Unterhaltungselektronik-Sortiment deutlich angehoben. Die Produktreihen Echo, Kindle, Fire TV und eero sind betroffen; die neuen Verkaufspreise liegen teils bis zu 60 Prozent höher. Für den Tech-Giganten, der lange dafür bekannt war, den Markt mit erschwinglichen Einstiegsgeräten zu unterbieten, ist das ein deutlicher Kurswechsel.
Den größten prozentualen Preissprung verzeichnet das Basismodell Echo Dot: Der Preis steigt von 50 auf 80 US-Dollar. Auch die smarten Displays ziehen nach: Der Echo Show 11 wird um 30 US-Dollar teurer, der große Echo Show 21 kostet statt 400 nun 500 US-Dollar. Streaming-Fans müssen beim Fire TV Stick 4K Max ebenfalls tiefer in die Tasche greifen, dessen Preis von 60 auf 85 US-Dollar steigt. Ähnlich sieht es für E-Reader-Fans aus. Der Kindle mit 16 GB Speicher kostet nun 150 statt 110 US-Dollar, und der beliebte Kindle Paperwhite verteuert sich von bislang 160 auf 200 US-Dollar. Den größten Anstieg in absoluten Zahlen verzeichnet die Heimnetzwerk-Hardware: Das Premium-Dreierpack des eero Pro 7 kostet nun 800 US-Dollar.
Eine Unternehmenssprecherin bestätigte gegenüber Fortune die weitreichenden Änderungen. Laut Amazon steht die Unterhaltungselektronikbranche durch stark steigende Kosten für Speicher- und Massenspeicherkomponenten unter anhaltendem Druck. Das Unternehmen erklärte, diese finanziellen Belastungen so lange wie möglich abgefedert zu haben, bevor es die Listenpreise anpasste. Als Auslöser gilt die weltweit rasant steigende Nachfrage nach Rechenzentren für künstliche Intelligenz, die die Halbleiter-Lieferkette massiv unter Druck setzt. Auch die Konkurrenz geht ähnlich vor: Apple, Roku und Microsoft haben ihre Hardwarepreise jüngst ebenfalls erhöht, um dem gleichen Engpass bei Speicherkomponenten zu begegnen.
Trotz der allgemeinen Preissteigerungen blieb eine Produktkategorie von der aktuellen Anpassungswelle verschont: Die Sicherheitsgeräte von Ring für das Zuhause werden weiterhin zu ihren ursprünglichen unverbindlichen Preisempfehlungen angeboten. Wer die höheren Verkaufspreise umgehen möchte, wird auf Amazons umfangreiche saisonale Rabattaktionen angewiesen sein. Die Sprecherin betonte, dass es das ganze Jahr über weiterhin Sonderaktionen geben werde. Geduld dürfte daher für alle entscheidend sein, die ihr Smart-Home-System noch vor der erwarteten Hardware-Präsentation der Marke im Herbst ausbauen möchten.





















