Japan entwickelt einen Kühlschrank für Menschen gegen tödliche Sommerhitze
Die Do Hiemon Box von TRUSCO Nakayama bläst in drei Modi gekühlte Luft aus und sorgt auf Japans Baustellen und bei Outdoor-Events mobil für Abkühlung.
Zusammenfassung
Verfügt über drei Kühlmodi und einen automatischen Abschalt-Timer, der dem Körper hilft, sich sicher an Temperaturwechsel anzupassen.
Für maximale Mobilität entwickelt – mit feststellbaren Lenkrollen und kompatibel mit gängigen 100V-Steckdosen.
Gefertigt mit Edelstahl-Paneelen und Polystyrol-Isolierung für hohe Energieeffizienz und wetterfeste IPX3-Zertifizierung.
Die Do Hiemon Box, entwickelt vom japanischen Industrieausrüster TRUSCO Nakayama und dem Kältespezialisten Sanden Retail Systems, ist eine mobile Kühlkabine, die bei extremen Temperaturen sofortige Abkühlung verschaffen soll. Der Kühlschrank für Menschen funktioniert ähnlich wie die allgegenwärtigen Verkaufsautomaten in Japan. Im Inneren hält das Gerät eine konstante Temperatur von 15 Grad Celsius und richtet zugleich fünf Grad kalte Luft gezielt auf Kopf, Nacken und Schultern der Nutzerin oder des Nutzers. Dieser gezielte Luftstrom lindert die Symptome von Hitzeerschöpfung innerhalb von etwa zehn Minuten wirksam.
Den Körper nach starker Hitzeeinwirkung rasch abzukühlen, birgt jedoch gesundheitliche Risiken. Um diesen Sicherheitsbedenken zu begegnen, integrierte das Entwicklungsteam drei verschiedene Kühlmodi sowie einen automatischen Abschalttimer, der nach 20 Minuten aktiviert wird. So kann sich der Körper sicher an den plötzlichen Temperaturwechsel anpassen, bevor es zurück in die Sonne geht. Die Kabine ist zwei Meter hoch und verfügt über eine Edelstahlverkleidung der Schutzklasse IPX3, die für maximale Wärmeeffizienz mit Polystyrol-Dämmplatten ausgekleidet ist.
Hinter dieser robusten Technik stehen zunehmend harsche klimatische Bedingungen. Japan verzeichnete kürzlich einen erschreckenden Rekord: In nur einer Saison mussten mehr als 100.000 Menschen mit Hitzschlag ins Krankenhaus gebracht werden. Die alarmierend hohen Einweisungszahlen veranlassten Kommunen und Unternehmen, nach entschlossenen Gegenmaßnahmen zu suchen. Eine der ersten Kühlkabinen wurde sogar dem Rathaus der Stadt Maebashi gespendet, damit gefährdete Bewohnerinnen und Bewohner sie während der Öffnungszeiten kostenlos nutzen können.
Die Kabine ist vor allem für gewerbliche Umgebungen gedacht, in denen herkömmliche Klimaanlagen nicht ausreichen. Sie ist auf Mobilität ausgelegt, rollt auf feststellbaren Lenkrollen und benötigt keine aufwendige Installation. Das Gerät wird an jeder handelsüblichen 100-Volt-Steckdose betrieben und verbraucht etwa halb so viel Strom wie ein herkömmlicher industrieller Punktkühler. Bei Betriebskosten von nur 16 Yen pro Stunde kostet das Basismodell vor Steuern 1,5 Millionen Yen. Zudem können Käufer optionale Extras wie Kranösen und tragbare Stromstationen wählen, um die Box auch abseits des Stromnetzes auf Baustellen und an Veranstaltungsorten im Freien einzusetzen.





















