Travis Scott schließt First-Look-Deal mit Paramount ab und bringt Cactus Jack zu Film und TV
Der Deal mit Paramount gibt dem Rapper über seine Kreativfirma Raum, Filme, Serien, Theater- und Erlebnisprojekte zu entwickeln.
Zusammenfassung
Travis Scott hat über seine Firma Cactus Jack einen First-Look-Deal mit Paramount Pictures unterschrieben. Die Vereinbarung umfasst Film- und TV-Produktionen, Theater sowie andere immersive Erlebnisformate. Paramount-Manager werten den Schritt als Teil einer Studio-Offensive, mit der wieder ein jüngeres Publikum ins Kino geholt werden soll.
Travis Scott hat bei Paramount Pictures einen First-Look-Deal unterzeichnet und damit die Expansion seines Unternehmens Cactus Jack nach Hollywood offiziell besiegelt. Die Vereinbarung gibt dem Rapper freie Hand bei der Entwicklung von Film- und Fernsehproduktionen, Theaterprojekten und anderen Erlebnisformaten – und ebnet ihm den Weg für die nächste Etappe seines gezielten Vorstoßes, sich als maßgeblicher Akteur auf der großen Leinwand zu etablieren.
In seinem jüngsten Interview mit Variety erzählt er, dass der Deal eine Verbindung vertieft, die schon längst in Bewegung war. Cactus Jack hatte zuvor bereits bei Consumer-Produkten mit Paramount kooperiert, und ihre Limited-Edition-Drops zu SpongeBob SquarePants und Scream waren in kürzester Zeit ausverkauft. Der neue Pakt weitet diesen Fußabdruck nun vom Merch hin zu ausgewachsenen Content-Produktionen aus – und zapft den gleichen globalen kulturellen Einfluss an, den Scott sich über ein Jahrzehnt an Kollaborationen aufgebaut hat. Paramount-Co-Chair Josh Greenstein führt das direkt auf Scotts Instinkt zurück: „Sein Geschmack prägt Kultur. Von wie vielen Menschen kann man das behaupten?“
Auch für Paramount kommt die Unterzeichnung zu einem bezeichnenden Zeitpunkt: Das Studio schlägt ein neues Kapitel auf und setzt dabei unter anderem darauf, jüngere Zielgruppen wieder ins Kino zu locken. Nur wenige Künstler verbinden sich so mit ihrer Fanbase wie Scott, und das Studio setzt darauf, dass sich diese Anziehungskraft von den Arenen in die Kinosäle übertragen lässt. Als Scott und Greenstein erstmals über einen Ausbau der Präsenz der Marke im Studio sprachen, fanden sie gemeinsam mit Cactus-Jack-Manager und General Manager David Stromberg über The Warriors zueinander. Paramount deutete die wachsende Beziehung bereits in einem von Tom Cruise gesprochenen Clip an, der Anfang des Jahres auf der CinemaCon Premiere feierte.
Für Scott besiegelt der Schritt eine Idee, die ihn seit Jahren beschäftigt: Musik und Film bewegen sich für ihn im selben kreativen Raum. Den Anstoß dafür gaben seine eigenen Produktionsausgaben. „Ich habe so viel Geld für Musikvideos ausgegeben, dass ihre Budgets denen von Independentfilmen glichen“, erklärt er – und suchte deshalb nach einer besseren Verwendung für diese Größenordnung. Daraus entstand die Leitfrage für das gesamte Vorhaben: „Wie können wir langlebige Ideen und Strukturen so gestalten, dass sie mehr sind als diese drei bis vier Minuten?“ Auch sein Pitch für die Partnerschaft ist klar. Variety sagt er, er wolle „wieder großartige Filme, Bilder und einfach kreative, gute Ideen zurückbringen“, und lobt ein Studio, „das keine Angst hat, gute Ideen umzusetzen“.
Scott, der gerade in Christopher Nolans The Odyssey zu sehen war, hat zwar noch keine Projekte in Entwicklung, doch von der Art Geschichten, die er erzählen möchte, hat er bereits eine klare Vorstellung. Statt auf konventionelle Schockeffekte setzt er auf langsam aufgebaute Spannung. „Horrorfilme sind nicht mehr gruselig, sie sind spannende Dramen“, sagt er – geprägt von sorgfältigem Spannungsaufbau, präzisem Schreiben und einer Besetzung, deren Gesichter das Publikum womöglich nicht kennt. Letztlich gründet seine Begeisterung in der Überzeugung, dass das Kinoerlebnis ein gemeinschaftlicher Akt ist, den es zu bewahren gilt. „Streaming und all das ist cool, aber haltet die Kinos am Leben“, sagt er und betont, dass Sounddesign für die große Leinwand gemacht sei, nicht fürs Sofa. Mehr noch als jedes einzelne Projekt macht für ihn genau diese Haltung Paramount zur richtigen Heimat für das, was als Nächstes kommt.



















