Tom Wesselmanns New Yorker Studio öffnet erstmals für die Öffentlichkeit
Während der Armory Week eröffnet zudem eine Duoausstellung mit Tomokazu Matsuyama.
Zusammenfassung
- Tom Wesselmanns Studio am Cooper Square öffnet sich während der Armory Week 2026 erstmals für die Öffentlichkeit.
- Parallel dazu präsentiert Almine Rech eine Duoausstellung mit Werken des verstorbenen Popkünstlers und des japanisch-amerikanischen Künstlers Tomokazu Matsuyama.
- Die Ausstellung ist vom 19. bis 26. September zu sehen; über die gesamte Woche hinweg sind Zeitfenster für Studiobesuche verfügbar.
Tom Wesselmanns langjähriges New Yorker Studio öffnet erstmals seit dem Tod des Künstlers seine Türen für die Öffentlichkeit. Während der diesjährigen Armory Week können Fans des amerikanischen Popkünstlers die Räume am Cooper Square erleben, in denen während seiner letzten Schaffensphase von 1994 bis 2004 viele seiner Werke entstanden.
Wesselmann, bekannt für seine Serie „Great American Nude“ und großformatigen, werblich inszenierten Stillleben, verstand seine künstlerische Praxis als Streben nach einer „Superrealität“ – als Möglichkeit, Alltagsobjekte durch monumentale Dimensionen und satte Farbtöne zu überhöhen.
Anlässlich der Eröffnung präsentiert Almine Rech zudem Wesselmann x Matsuyama, eine besondere Duoausstellung, die Arbeiten des Pop-Pioniers mit Werken von Tomokazu Matsuyama zusammenbringt – einem japanisch-amerikanischen Künstler, der ebenfalls alltägliche Momente in visuell surreale, eindringliche Kompositionen verwandelt.
„Wenn Wesselmann die Bildsprache des Nachkriegsamerika aus dessen eigener Kultur heraus transformierte“, heißt es in einer Pressemitteilung, „arbeitet Matsuyama in einer visuellen Welt, in der kulturelle Grenzen bereits durchlässig sind.“ Matsuyamas kaleidoskopische Arbeiten spielen mit alltäglichen Bildmotiven und reflektieren zugleich die kulturellen und historischen Komplexitäten, die seine Epoche prägen.
Ein besonderer Moment der Schau stellt Wesselmanns „Still Life #35“ (1963), einen monumentalen Lebensmitteleinkauf auf vier Leinwänden, Matsuyamas „We The People“ (2025) gegenüber. Darin interpretiert der japanisch-amerikanische Künstler Jacques-Louis Davids „Der Tod des Sokrates“ als Supermarktszene neu. Lucky-Charms-Packungen und ordentlich gestapelte Advil-Schachteln verschmelzen mit kunsthistorischen Verweisen und dichten Mustern zu Bildwelten, die – ganz wie bei Wesselmann – die Rolle des Konsumismus in der Kunst neu verhandeln.
Die kommende Ausstellung knüpft an die erste Begegnung der beiden im Rahmen von Pop Forever an, Wesselmanns Retrospektive 2024 in der Fondation Louis Vuitton, und führt den generationenübergreifenden kreativen Dialog zwischen zwei Künstlern fort, der über die Möglichkeiten der Malerei nachdenken lässt.
Präsentiert vom Tom Wesselmann Estate und Almine Rech, ist Wesselmann x Matsuyama vom 19. bis 27. September zu sehen. Für die begrenzte Öffnung des Studios am Cooper Square für die Öffentlichkeit ist eine vorherige Anmeldung erforderlich; während der Ausstellungslaufzeit werden an drei Tagen Besuche in festen Zeitfenstern angeboten.



















