Samsung gründet Robotiksparte RX für schnellere Entwicklung humanoider Hardware
Der ehemalige Hyundai- und Boston-Dynamics-Manager Dongkun Lee leitet die neue Robotikeinheit RX.
Zusammenfassung
Samsung Electronics hat eine neue, spezialisierte Robotik-Sparte namens RX (Robotics eXperience) ins Leben gerufen, um seine verschiedenen Robotikprojekte zu bündeln und die Kommerzialisierung von Physical AI zu beschleunigen.
Die neue Einheit berichtet direkt an CEO TM Roh und wird von Executive Vice President Dongkun Lee geleitet, einem ehemaligen Hyundai-Manager, der zuvor die Strategie für Boston Dynamics verantwortet hat.
Samsung plant, rund 19 Billionen Won (13 Milliarden US‑Dollar) zu investieren, um in Gumi, Südkorea, Fertigungsanlagen für humanoide Roboter und eine Data Factory aufzubauen – ergänzt durch globale Forschungszentren.
Samsung Electronics hat seine Ambitionen im Bereich physischer KI mit der Gründung einer eigenen Robotiksparte offiziell auf ein neues Niveau gehoben. Die neu geschaffene Einheit namens RX (Robotics eXperience) steht für einen grundlegenden Strategiewechsel: weg von der explorativen Forschung, hin zur Kommerzialisierung im großen Maßstab. Der südkoreanische Technologiekonzern bündelt bislang verstreute Talente und Technologien unter einem Dach, um die Entwicklung humanoider Hardware zu beschleunigen. Anleger begrüßten den Umbau umgehend: Nach der Ankündigung legte die Aktie um fast sieben Prozent zu.
Executive Vice President Dongkun Lee übernimmt die strategische Leitung der Sparte. Der erfahrene Manager bringt Glaubwürdigkeit aus der Schwerindustrie mit: Zuvor verantwortete er die Robotikstrategie bei Hyundai und leitete Initiativen bei Boston Dynamics. Lee berichtet direkt an Samsung-CEO TM Roh, der das Vorhaben persönlich begleitet. Indem das Unternehmen seine ranghöchsten Führungskräfte an die Spitze stellt, unterstreicht es, dass autonome Hardware ein zentraler Pfeiler seines langfristigen Wachstums ist.
Um diese ambitionierte Führungsstruktur zu untermauern, investiert der Konzern 19 Billionen Won (rund 13 Milliarden US-Dollar) in die physische Infrastruktur. Ein großer Teil des Kapitals fließt in Produktionsanlagen für humanoide Roboter sowie in eine spezialisierte Datenfabrik im südkoreanischen Gumi. Darüber hinaus baut das Unternehmen seine globale Präsenz mit spezialisierten Forschungszentren in den Vereinigten Staaten, China und Japan aus. Diese internationalen Standorte sollen lokale Ökosysteme erschließen und hochkarätige Talente aus aller Welt anziehen.
Die RX-Sparte hat ihr Team bereits mit namhaften Wissenschaftler:innen verstärkt, um komplexe technische Engpässe zu lösen. Zu den jüngsten Neuzugängen zählen führende Expert:innen für autonome Navigation und robotische Manipulation – ein Hinweis auf den starken Fokus auf die Entwicklung leistungsfähiger Roboterhände. Die Aktivitäten sind am Seoul R&D Campus im Stadtteil Seocho gebündelt, wo inzwischen zwei ganze Gebäude ausschließlich der Robotik-Initiative gewidmet sind.
Der Einsatz in der Praxis soll zügig beginnen. Bereits in der zweiten Jahreshälfte will Samsung diese universell einsetzbaren Roboter direkt in die eigenen Produktionslinien für Halbleiter, Smartphones und Haushaltsgeräte integrieren. Die Automatisierung der eigenen Fertigungsprozesse dient dabei als entscheidendes Testfeld. Sobald sich die Hardware auf dem Fabrikboden als rentabel und leistungsfähig erweist, will der Technologiekonzern seine Präsenz auf den Einzelhandel und private Haushalte ausweiten.





















