Pace Gallery Berlin erkundet die Kunst des Nachtlebens in neuer Gruppenausstellung
Arbeiten von David Lynch, Pol Taburet, Alicja Kwade und weiteren Künstler*innen – inszeniert in einer Kunstbar nach Feierabend.
Zusammenfassung
- Pace Berlin zeigt derzeit die neue Gruppenausstellung Goodbye Sadness, Hello Sadness.
- Die Schau vereint 27 Künstler*innen, deren Arbeiten die emotionalen Sphären von Nacht und Nachtleben ausloten – von immersiven Installationen über Skulpturen bis hin zu Malerei und Fotografie.
- Ein Highlight der Ausstellung ist „Bar Va Bene“ (2026), ein funktionsfähiger Nachbau von Friedrich Kunaths Studiobar in Los Angeles.
Eine Bar als eher unerwarteter Mittelpunkt von Goodbye Sadness, Hello Sadness. Doch schließlich handelt es sich um Pace Berlin. Von der deutschen Dependance der Mega-Galerie, die in einer ehemaligen Tankstelle aus den 1950er-Jahren in Schöneberg untergebracht ist, darf man bei Setting und Interieur das Unerwartete erwarten.
In ihrer neuesten Gruppenausstellung, die noch bis zum 23. August läuft, erkundet die Galerie die euphorischen wie melancholischen Sphären des Nachtlebens. Im Erdgeschoss bildet ein Nachbau der „Bar Va Bene“, Friedrich Kunaths legendärer Studiobar, den Fixpunkt. Die Arbeiten von 27 Künstler*innen – darunter David Lynch, Pol Taburet, Robert Nava, Kylie Manning, Elmgreen & Dragset, Alicja Kwade und viele weitere – versetzen Besucher*innen in die Stimmungen und Codes der Nacht.
Goodbye Sadness, Hello Sadness leuchtet in Neonbuchstaben an den gegenüberliegenden Enden von Kunaths Kunstbar und ist nach dem Roman Bonjour Tristesse benannt, den die damals 18-jährige Françoise Sagan 1954 veröffentlichte. Berühmt – und umstritten – für seine Themen von unverhohlenem Begehren und Hedonismus, bildet das Buch den Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung der Ausstellung mit Ausgelassenheit und Zugehörigkeit. Die Nacht dient dabei nicht nur als sozialer Ort, sondern auch als affektive Metapher für Möglichkeit und Ungewissheit.
Zwischen Dämmerung und Morgengrauen eröffnen sich ganze Welten. Mehrere Arbeiten greifen Ikonen des Clublebens und der Exklusivität auf – etwa Elmgreen & Dragsets „But I’m on The Guest List“ (2007–15), eine „VIP“-Tür, die ins Nichts führt. „Flash“ (2025) von Esben Weile Kjær wiederum imaginiert die Discokugel als riesige, schillernde Biene neu. Andernorts zeigt Lauren Quin ein neues gestisches Gemälde, das im Dunst Bedeutung findet, während Kylie Manning ein neues Werk präsentiert, das sich in einem ähnlich dynamischen psychologischen Terrain bewegt.
Goodbye Sadness, Hello Sadness ist noch bis zum 23. August in Berlin zu sehen. Für „Bar Va Bene“ gelten verlängerte Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag jeweils von 17 bis 22 Uhr. Im Folgenden finden Sie die vollständige Liste der beteiligten Künstler*innen.
Beteiligte Künstler*innen:
Carolina Aguirre
Jürgen Baldiga
Norbert Bisky
Monica Bonvicini
Albrecht Dürer
Martin Eder
Leon Eisermann
Elmgreen & Dragset
Xie Fan
Gregor Hildebrandt
Okka-Esther Hungerbühler
Max Jahn
Esben Weile Kjaer
Friedrich Kunath
Alicja Kwade
Nadine Lohof
David Lynch
Kylie Manning
Andreas Mühe
Robert Nava
Trevor Paglen
Lauren Quin
Christian Rosa
Jeremy Shaw
Pol Taburet
Tristan Unrau
Sally von Rosen



















