Architektur trifft Landschaft: MVRDVs Siegerentwurf für die Shift Embassy
Das „Rotterdam ROCKS!“-Konzept mit zwei Türmen definiert nachhaltige Architektur neu – mit einem üppigen, vertikalen 3D-Park.
Zusammenfassung
MVRDV gewinnt den internationalen Wettbewerb für die Shift Embassy in Rotterdam – mit dem Konzept „Rotterdam ROCKS!“. Der Entwurf inszeniert gestapelte, felsenartige Volumen, immersive „Höhlen“ und vertikale Gezeitenpark-Terrassen.
Das Projekt wird zum Anker im Quartier Waterkant und setzt ein Statement für CO₂‑arme Bauweise und die Integration von Biodiversität.
MVRDV hat den ersten Platz im internationalen Wettbewerb für die Shift Embassy in Rotterdam gewonnen – ein Projekt, das neu definiert, wie Architektur Nachhaltigkeit und kulturelles Engagement verkörpern kann. Der Siegerentwurf mit dem Titel „Rotterdam ROCKS!“ ist eine markante Verbindung aus Architektur und Landschaft: zwei miteinander verbundene Türme, die aus einer Gruppe abgerundeter, felsartiger Volumen geformt sind.
Das Gebäude setzt die Uferlandschaft vertikal fort und schafft einen durchgehenden dreidimensionalen Park aus bepflanzten Terrassen, Wasserfiltersystemen und vielfältigen Lebensräumen, die die urbane Biodiversität fördern sollen. Im Inneren ist die Struktur um ein Netz zentraler „Höhlen“ herum organisiert, die Besucher:innen auf den öffentlichen Wegen und durch die Galerien zu einer faszinierenden speläologischen Reise einladen. Im Zentrum dieses räumlichen Netzwerks steht „The Elysium“ – ein 5.000 Quadratmeter großer immersiver Ausstellungsraum, in dem Gäste nachhaltige Zukünfte durch Storytelling und interaktive Installationen unmittelbar erleben können.
Neben seinen Ausstellungsflächen wird der weitläufige, 25.000 Quadratmeter große Komplex als lebendiger Ort mit vielfältigen Nutzungen dienen – mit einem Hotel mit 200 Zimmern, Konferenzeinrichtungen, Bildungsbereichen, einem Food Court und einer öffentlichen Aussichtsplattform. Zugleich versteht sich das Projekt als lebendiges Labor für nachhaltige Bauweisen: Wiederverwendeter Stahl, biobasierte Materialien und CO₂-reduzierter Beton kommen ebenso zum Einsatz wie innovative Erprobungen robotischer Fertigung und großformatigen 3D-Drucks. Ganz im Sinne umfassender Transparenz wird das Gebäude Daten zu Energieverbrauch, Wasserkreisläufen und Materialverhalten fortlaufend erfassen und in Echtzeit öffentlich zugänglich machen. So entsteht eine kontinuierliche Rückkopplung, die es der Architektur ermöglicht, sich mit der Weiterentwicklung von Umwelttechnologien anzupassen und zu verbessern.



















