Zusammenfassung
Disneys Live-Action-Adaption von „Moana“ startete schwach mit nur 43 Millionen US-Dollar an den heimischen Kinokassen und 95 Millionen US-Dollar weltweit.
Der verhaltene Kinostart dürfte zu einem erheblichen Minus von rund 100 Millionen US-Dollar gegenüber dem Produktionsbudget von 250 Millionen US-Dollar führen.
Das kommerzielle Scheitern spiegelt den „Snow White“-Flop des vergangenen Jahres wider und stellt Disneys Strategie infrage, animierte Klassiker im Eiltempo als Realverfilmungen neu aufzulegen.
Walt Disney Pictures steht vor der nächsten großen finanziellen Hürde: Die Realverfilmung von Moana floppte an ihrem Startwochenende und dürfte mindestens 100 Millionen US-Dollar Verlust einfahren. Einem Boxoffice-Bericht zufolge hat der enttäuschende Kinostart des Films Branchenanalyst:innen dazu veranlasst, die Zukunftsfähigkeit der Strategie des Studios infrage zu stellen, vergleichsweise aktuelle Animationshits neu zu verfilmen.
Unter der Regie von Thomas Kail und mit Catherine Laga’aia sowie Dwayne „The Rock“ Johnson, der erneut in die Rolle des Maui schlüpft, blieb das Live-Action-Remake sogar hinter den ohnehin zurückhaltenden Branchenerwartungen zurück. Die 250-Millionen-US-Dollar-Produktion spielte in den USA in 3.875 Kinos lediglich 43 Millionen US-Dollar ein, international kamen schwache 52 Millionen US-Dollar hinzu – weltweit waren es am Startwochenende somit rund 95 Millionen US-Dollar. Angesichts eines auf 120 Millionen US-Dollar geschätzten Marketingbudgets zusätzlich zu den hohen Produktionskosten entwickelt sich der Film eher in Richtung des Flops Snow White aus dem Jahr 2025 als zu den Milliarden-Erfolgen früherer Remakes wie Lilo & Stitch oder Aladdin.
Das enttäuschende Ergebnis zeigt, dass Familienpublikum zunehmend der schnellen Realverfilmungen von Filmen überdrüssig wird, die kaum mehr als ein Jahrzehnt alt sind. Während der Animationsklassiker von 2016 kulturell weiterhin ein Schwergewicht ist, lehnten Kinobesucher:innen dieses Einstellung für Einstellung nachgedrehte Kinoremake weitgehend ab – und stellen Disney damit bei kommenden Remake-Projekten wie Tangled vor ein erhebliches kreatives und wirtschaftliches Dilemma.