„Avengers: Doomsday“ erzielt am ersten Vorverkaufstag 16,5 Millionen US-Dollar – ohne den üblichen IMAX-Vorteil
Marvel reagiert auf die IMAX-Exklusivität von „Dune: Part III“ mit einer neuen Premium-Zertifizierung namens Infinity Vision.
Zusammenfassung
'Avengers: Doomsday' spielte am ersten Tag des Vorverkaufs 16,5 Millionen US‑Dollar an Ticketumsätzen ein.
Dieser Wert wurde erzielt, obwohl Premiumformate nur in rund 1.000 Kinos in den USA verfügbar waren – etwa doppelt so viel wie die Vorverkäufe am ersten Tag für 'Deadpool & Wolverine'.
Marvel steuert auf einen Kinostart im Dezember zu, der in den ersten drei Wochen ohne IMAX auskommen muss und stattdessen auf eine neue Infinity Vision-Zertifizierung setzt.
Avengers: Doomsday hat nach nur einem Tag im Vorverkauf bereits Tickets im Wert von 16,5 Millionen US-Dollar verkauft – ein erstes starkes Signal für Marvel Studios mit Blick auf den Kinostart im Dezember. Disney eröffnete den Vorverkauf zeitgleich mit der Veröffentlichung des ersten offiziellen Trailers. Die Resonanz zeigt: Trotz jahrelanger Debatten über Superheldenmüdigkeit ist das Interesse an einem großen Avengers-Event ungebrochen.
Bemerkenswert wird die Zahl vor allem im Kontext: Die Verkäufe stammen aus Premium-Formaten in rund 1.000 Kinos in den USA – nur ein Bruchteil der mehr als 4.000 nordamerikanischen Leinwände, auf denen der Film am Wochenende des 18. Dezember anlaufen wird. Selbst mit dieser begrenzten Präsenz lag der Vorverkauf bei etwa dem Doppelten der Verkäufe am ersten Tag von Deadpool & Wolverine aus dem Jahr 2024, für den damals Tickets für sämtliche Formate und Leinwände erhältlich waren. Premium-Vorstellungen in den ersten Tagen sind bereits weitgehend ausverkauft; Kinobetreiber sollen rund um die Weihnachtsfeiertage zusätzliche Vorstellungen ansetzen, um der Nachfrage gerecht zu werden.
Ein wesentlicher Faktor beeinflusst den Kinostart: Avengers: Doomsday wird in den ersten drei Wochen nicht im IMAX-Format gezeigt, da Dune: Part III die IMAX-Kinos exklusiv belegt – der Film wurde mit Kameras des Unternehmens gedreht. Das ist keine kleine Hürde, schließlich entfiel bei Marvels größten Titeln traditionell ein beträchtlicher Anteil der Einnahmen auf IMAX-Vorführungen. Um diese Lücke zu schließen, hat Disney Infinity Vision eingeführt: keine neue Projektionstechnik, sondern eine Zertifizierung, die gewährleisten soll, dass teilnehmende Kinos strenge technische Standards erfüllen und weiterhin ein Premium-Erlebnis bieten.
Dabei steht mehr auf dem Spiel als ein einzelnes Startwochenende. Der Film ist das erste große Avengers-Crossover seit Endgame aus dem Jahr 2019, das mit 357 Millionen US-Dollar den Rekord für das US-Startwochenende aufstellte und weltweit mehr als 2,7 Milliarden US-Dollar einspielte. Marvels Produktionen fielen in den Jahren seither unterschiedlich erfolgreich aus. Doomsday wird damit zum echten Test dafür, ob das Studio noch immer dieselbe kulturelle und kommerzielle Strahlkraft besitzt. Zusätzliche Zugkraft verleiht dem Film die Rückkehr von Robert Downey Jr., der im Franchise den Bösewicht Doctor Doom spielt. Vorverkäufe lassen sich zwar nicht immer direkt auf das endgültige Einspielergebnis übertragen, doch die frühe Dynamik deutet auf einen der größten Kinostarts des Jahres hin.
Avengers: Doomsday kommt am Wochenende des 18. Dezember in die Kinos und läuft auf mehr als 4.000 Leinwänden in Nordamerika an.


















