Fünf Dinge, die Sie über den Lotus Emira 420 Sport 2026 wissen müssen

Lotus vergibt das „Sport“-Label nicht leichtfertig.

Automobil
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Sportwagen zu bauen, liegt Lotus im Blut. Schon seit den 1950er-Jahren ist die Marke im Motorsport aktiv, in den 1970ern kamen die Modelle Esprit und Elan hinzu. Richtig durchgestartet ist Lotus jedoch erst in den 1990ern mit Elise und Exige – und seither geht es stetig weiter. Heute steht der Emira in verschiedenen Ausführungen zur Wahl, mit zwei unterschiedlichen Motoren: einem V6 und einem Reihenvierzylinder-Turbo. Aber geht da noch mehr?

Lotus lud eine ausgewählte Gruppe von Motorjournalist:innen ein, um den Emira 420 Sport kennenzulernen – die bislang kompromissloseste und konsequent auf Performance ausgerichtete Version des eleganten Sportcoupés. Mehr Leistung, ein auf der Rennstrecke entwickeltes Fahrwerk, mithilfe von Computational Fluid Dynamics (CFD) optimierter Abtrieb und weitere Upgrades gehören dazu. Die aufgeladene V6 First Edition des Emira hat uns nachhaltig beeindruckt, von der AMG-befeuerten 2,0-Liter-Version waren wir anschließend dagegen etwas enttäuscht.

Aller guten Dinge sind drei? Vielleicht. Doch bevor Sie eine fundierte Entscheidung treffen, sollten Sie ein paar Dinge über den 420 Sport wissen.

Er stammt aus einer Reihe ganz besonderer Lotus-Modelle

So geläufig das Wort auch sein mag: Lotus verwendet die Bezeichnung „Sport“ nur sehr sparsam. Sie bleibt den noch kompromissloseren, leistungsfähigeren Modellen vorbehalten und hebt sie deutlich von den Serienfahrzeugen ab.

Bei unserem Pressetermin gab Lotus uns einen kleinen Intensivkurs in Sachen Sport-Modelle und zeigte zwei frühere Vertreter der Reihe: den Lotus Esprit Sport 300 und den Lotus Exige Sport 350. Ein Markenvertreter erklärte, wie diese Sport-Versionen ihre jeweiligen Plattformen weiterentwickelten: durch Leichtbaumaßnahmen und gezielte Gewichtseinsparungen am Chassis sowie verfeinerte Komponenten für ein noch fokussierteres Fahrerlebnis. Besonders der Exige Sport 350 zog unsere Aufmerksamkeit auf sich, als der Ingenieur die Details an Getriebe und Aerodynamik erläuterte, die ihn gegenüber dem ohnehin schon scharfen Exige noch einmal deutlich zuspitzten.

Auch der Lotus Emira 420 Sport folgt diesem Prinzip. Seine Bodeneffekt-Aerodynamik wurde an Front, Seiten, Heckschürze und Heckspoiler umfassend überarbeitet – das bringt 25 kg zusätzlichen Abtrieb, ohne den Luftwiderstand zu erhöhen. Die seitlichen Lufteinlässe hinter den Türen erhalten große Lufthutzen, die kühle, beschleunigte Luft in die Ansaugung des Mittelmotors drücken. Dazu kommen neue Niederdruckauslässe in den vorderen Kotflügeln. Und auch der Heckflügel … All das mag nach kleinen Details klingen, ist jedoch Teil des stimmigen Gesamtpakets des 420 Sport.

Es geht um weit mehr als nur Leistung

Neben geringerem Gewicht, neuer Aerodynamik und einem moderaten Plus von 14 PS und 14 lb-ft Drehmoment – insgesamt 414 PS und 368 lb-ft – spielt der Lotus Emira 420 Sport seine Stärken vor allem mit dem Lightweight Handling Pack aus. Dazu gehört ein neuer, in zwei Richtungen einstellbarer Dämpfer von Multimatic, bei dem sich Druck- und Zugstufe separat abstimmen lassen. Die Heckscheibe wird durch eine stark retroinspirierte Carbon-Lamellenabdeckung ersetzt, über die Motorwärme entweichen kann – so lässt sich der Motor länger stärker beanspruchen. Zum optionalen Paket gehören außerdem Michelin Cup 2-Reifen mit spezieller „LTS“-Abstimmung, eine Titan-Abgasanlage, eine ultraleichte Antigravity-Lithium-Ionen-Batterie und mehr.

Für ein kompromissloses, noch stärker fokussiertes Modell wie den Emira 420 Sport ist das Lightweight Handling Pack aus unserer Sicht ein Muss. Ja, das Paket ist teuer – laut Hersteller kostet es zusätzlich 12.900 US-Dollar. Doch allein das Fahrwerk rechtfertigt den Aufpreis. Rechnet man die teuersten Michelin-Reifen, die sich konfigurieren lassen, hinzu (rund 2.000 US-Dollar), ebenso wie die um 75 % leichtere Batterie (850 US-Dollar), wirkt das Paket plötzlich wie ein ziemlich gutes Angebot. Darauf zu verzichten, wäre ein Fehler.

Einige Schwächen wurden behoben

Wir waren erfreut zu hören, dass der Emira 420 Sport einige Kritikpunkte von Kund:innen ausräumt – einschließlich unserer eigenen.

Bei unseren Tests des Emira V6 SE und der AMG-befeuerten Vierzylinder-Version fiel uns eine kleine, aber nervige Eigenheit am Lenkrad auf: In engen Kurven übte der Handballen gerade genug Druck auf die Soft-Touch-Steuerpads auf beiden Seiten aus, um versehentlich Eingaben auszulösen. Damit ist jetzt Schluss. Der 420 Sport erhält an dieser Stelle ein überarbeitetes Lenkrad mit widerstandsfähigeren, physischen Tasten. Auf der Rennstrecke haben wir sie zwar noch immer gelegentlich betätigt – allerdings deutlich seltener und weniger leicht versehentlich.

Eine weitere auf Kundenwünsche zugeschnittene Neuerung für alle Lotus-Emira-Modelle ist das abnehmbare Dach, das für ein Targa-ähnliches Open-Air-Gefühl im Innenraum sorgt. Wir fragten, wie groß der Gewichtsunterschied zwischen dem neuen Dachmechanismus und dem festen Dach ausfalle. Laut Ingenieur ist er vernachlässigbar; theoretisch lässt sich das Dach sogar komplett vom Auto abnehmen, statt es hinter den Sitzen zu verstauen, um noch ein paar zusätzliche Kilos einzusparen. Eine kleine Änderung, aber ein großer Wunsch – und wenn die Kundschaft danach fragt, liefert Lotus.

Er klingt nach wie vor absolut fantastisch

Der Lotus Emira V6 SE war unser erster Kontakt mit dem Sportcoupé – sein Kompressorheulen und der sonore V6 waren Musik in unseren Ohren. Anschließend fuhren wir die AMG-befeuerte 2,0-Liter-Vierzylinder-Version und waren von ihrer Performance eher enttäuscht. Umso dankbarer waren wir, dass der Sound geblieben war: ein rauschender, pfeifender Turbo und Ansauggeräusche direkt neben dem linken Ohr. Und genau das hat sich, wie wir erfreut berichten können, nicht geändert.

Der Emira 420 Sport nutzt denselben von AMG abgeleiteten 2,0-Liter-Vierzylinder samt Turbo-Anordnung und bietet damit reichlich Drehmoment im mittleren bis hohen Drehzahlbereich. Beim Beschleunigen erzeugt die in die Ansaugung gepresste Luft ein herrlich vakuumartiges Ansauggeräusch, während das Wastegate des Turbos ebenso laut abbläst. So geht es immer wieder über britische Landstraßen. Unsere Befürchtung hat sich allerdings bestätigt: Britische Fans werden ein wenig benachteiligt, denn wer rechts sitzt, ist weiter entfernt von all den wunderbaren Geräuschen, die links im Auto entstehen. Die Klangkulisse als Ganzes bleibt jedoch erhalten. Und auch das Knallen und Knattern der Auspuffanlage im Sport-Modus enttäuscht nicht.

Eine bittere Pille

Also, wo unterschreibt man? Nicht so schnell. Bevor Sie eine fundierte Entscheidung über den Emira 420 Sport treffen können, müssen Sie eines wissen: den Preis.

Es gibt keine elegante Art, es zu sagen: Er kostet knapp 123.000 US-Dollar. Der reguläre Emira mit demselben Motor startet bereits bei 106.900 US-Dollar – für einen 2,0-Liter-Motor als Herzstück ist das eine stolze Summe. Doch so ist es nun einmal, und der Emira hat seine Fangemeinde gefunden. Mit dem 420 Sport zu diesem Preis und einem Lightweight Handling Pack, das alles andere als optional ist und die Summe auf 135.800 US-Dollar treibt, müssen Sie sich ernsthaft fragen: Wollen Sie diesen Betrag wirklich für das Gebotene auf den Tisch legen?

Welche Alternativen gibt es also bei rund 135.000 US-Dollar? Den Porsche Cayman GT4 können Sie vergessen – er wurde eingestellt. Die Corvette Z06 könnte infrage kommen, richtet sich jedoch an eine bestimmte Kundschaft: an Menschen, denen deutlich mehr Leistung wichtiger ist als ein luxuriöses Fahrgefühl und entsprechendes Ambiente. Auch die Alpine A110 wäre eine Option, ebenfalls ein Mittelmotor-Sportwagen mit Vierzylinder-Turbo und mit 80.000 US-Dollar deutlich günstiger – allerdings nur, wenn Sie in Europa leben.

Damit scheint Lotus den Markt mit dem Emira weitgehend für sich zu haben – und mit dem 420 Sport erschließt die Marke zusätzlich Kund:innen, die noch mehr von ihm erwarten. Das klingt nach einer einfachen Entscheidung. Dennoch würden wir uns eher für eine leicht gebrauchte, handgeschaltete V6-Version mit Kompressor entscheiden.

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Dieser Artikel wurde automatisch aus dem Englischen übersetzt.
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Eddie Eng Managing Editor, Automotive & Culture

Eddie Eng has been an editorial content creator for over 10 years, with deep insight and experience across automotive, footwear, fashion, travel, gaming and other verticals. Based in Southern California, Eddie has maintained relationships across the automotive and fashion industries, and has helped spearhead premier initiatives for Hypebeast, including the Cars & Kicks event, collaborative products with F1, Staple, Leen Customs and others.

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