LinkedIn führt neuen Melde-Button „Scheint KI-Müll zu sein“ gegen Feed-Spam ein
Als klare Ansage gegen den KI-Müll im Feed führt das berufliche Netzwerk ein Community-Tool ein, mit dem echte Nutzerinnen und Nutzer ihre Timeline selbst mitkontrollieren können.
Zusammenfassung
LinkedIn hat ein Melde-Tool für Nutzer:innen eingeführt, mit dem Mitglieder Inhalte im Feed als „Wirkt wie generische KI-Massenware“ kennzeichnen können, um maschinell erzeugten Spam einzudämmen.
Die Plattform stellt offiziell ihre KI-gestützte Funktion zur Beitragsoptimierung ein und führt stattdessen ein Korrekturlese-Tool ein, das die ursprüngliche Stimme der Autor:innen bewahrt.
Neue Backend-Klassifizierer und der Rollout von Profilverifizierungen sollen das berufliche Netzwerk aufräumen, nachdem Berichte massive Anstiege automatisierter Posts aufgezeigt hatten.
LinkedIn geht nun offiziell gegen die Flut maschinell erzeugten Spams im Feed vor. Das berufliche Netzwerk hat einen neuen Melde-Button eingeführt, mit dem Nutzer Inhalte gezielt als „Scheint KI-Müll zu sein“ kennzeichnen können. Das Tool ist im üblichen Drei-Punkte-Menü eines jeden Posts zu finden und ermöglicht es echten Nutzerinnen und Nutzern, ihren Feed selbst mit zu kontrollieren. Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf den wachsenden Frust über künstlich erzeugte Inhalte, die auf Engagement abzielen und die Plattform zunehmend dominieren.
Chief Product Officer Hari Srinivasan kündigte die Maßnahmen selbst an und betonte, dass authentische menschliche Verbindungen weiterhin im Mittelpunkt des Unternehmens stünden. Ergänzend zum Melde-Button für Nutzer baut LinkedIn seine Backend-Klassifikatoren aus, die minderwertige Automatisierung erkennen sollen, bevor sie im Feed landet. Das System läuft bereits auf Hochtouren: Laut Srinivasan blockiert die Plattform derzeit täglich Hunderttausende automatisierte Kommentarversuche und hat allein in den vergangenen Monaten Milliarden breit angelegter Automatisierungsaktionen vereitelt.
Zugleich nimmt das Unternehmen einige seiner bisherigen KI-Integrationen zurück. LinkedIn schafft ein Tool ab, das Nutzerbeiträge mithilfe künstlicher Intelligenz „verbessern“ sollte. Stattdessen führt die Plattform eine herkömmliche Korrekturfunktion ein, die Rechtschreibung und Grammatik prüft, ohne den individuellen Ton der Autorin oder des Autors zu verändern. Für Creator soll das Analyse-Dashboard im Backend zudem bald ein privates Meldesystem testen: Wenn mehrere Nutzer einen bestimmten Post als unauthentisch oder stark KI-gestützt melden, erhält die Person, die ihn verfasst hat, eine diskrete Benachrichtigung.
Die Anti-Slop-Offensive kommt zu einem Zeitpunkt, an dem externe Daten ein drastisches Bild vom aktuellen Zustand des Netzwerks zeichnen. Eine aktuelle Studie des KI-Erkennungsunternehmens Pangram ergab, dass 41 Prozent der längeren LinkedIn-Posts als vollständig maschinell verfasst eingestuft wurden. Indem die Plattform den Erkennungsprozess an die Community auslagert, will sie ihre internen Modelle besser darauf trainieren, die sich ständig wandelnde Ästhetik automatisierten Spams zu erkennen. Auch der Ausbau der Verifizierung von Profilen und Unternehmensseiten soll dazu beitragen, sicherzustellen, dass hinter den Bildschirmen tatsächlich Menschen sitzen.



















