Jessica Ogden und A.P.C. interpretieren Brightons viktorianische Fliesenmuster für das 30. „QUILTS“-Kapitel neu
Die langjährige Patchwork-Serie verwandelt gedruckte Fotografien von Fliesen an Haustürschwellen am Meer in textile Collagen.
Zusammenfassung
Die 30. A.P.C. QUILTS Kollektion lässt sich von den gefliesten Eingangsstufen viktorianischer Häuser in Brighton inspirieren.
Die Designs entstehen, indem die Fliesenarbeiten aus verschiedenen Perspektiven fotografiert, die Aufnahmen ausgedruckt und anschließend zerschnitten und als Collage neu zusammengesetzt werden.
Die Kollektion führt die kontinuierliche Quilt-Kooperation zwischen A.P.C. und der britischen Designerin Jessica Ogden fort.
A.P.C. und Jessica Ogden melden sich mit der 30. Edition von A.P.C. QUILTS zurück, der langjährigen Textilserie des Duos. Dieses Kapitel nimmt seinen Anfang an der englischen Küste. Die Kollektion entstand bei Spaziergängen an der Strandpromenade von Brighton: Die gefliesten Stufen vor den Haustüren viktorianischer Häuser – jede mit einem ganz eigenen Muster – wurden zur unerwarteten Inspirationsquelle für eine neue Quilt-Serie.
Das QUILTS-Projekt zählt zu den leiseren, zugleich aber beständigsten Konstanten im A.P.C.-Kosmos: eine wiederkehrende Zusammenarbeit mit Jessica Ogden, die den Quilt nicht als saisonale Decke, sondern als Medium für Handwerk und Wiederverwertung begreift. Ogden, eine britische Designerin, die tief im Patchwork und in der handwerklichen Fertigung verwurzelt ist, nutzt dieses Medium seit Langem, um Materialien zu retten und neu zu kombinieren. Ihre Handschrift verleiht der Serie eine Kontinuität, die sich durch ihre zahlreichen Ausgaben zieht. Das von Jean Touitou gegründete Label A.P.C. steht seit jeher für eine gewisse Zurückhaltung und Materialehrlichkeit. Ogdens haptischer, improvisatorischer Ansatz bildet dazu innerhalb des Hauses einen natürlichen Kontrapunkt.
Für diese Ausgabe richtet sich dieser Impuls zum Neukombinieren auf die Architektur. Ogden und A.P.C. ließen sich von den Mosaikfliesen auf den Eingangsstufen viktorianischer Häuser in Brighton inspirieren – einem Detail, das den meisten Passant:innen entgeht – und begriffen die individuellen Muster jedes Hauses als Designarchiv. Der Prozess war bewusst indirekt statt buchstäblich: Die Fliesen wurden aus verschiedenen Blickwinkeln fotografiert, die Bilder gedruckt und die gedruckten Muster anschließend zerschnitten und zu Collagen neu zusammengesetzt. Die fertigen Quilts sind eine Abstraktion einer Abstraktion: Von Hand verlegte viktorianische Geometrie wird durch die Linse der Kamera und die Schere neu übersetzt.
Diese Methode fügt sich stimmig in die etablierte Logik der Serie ein: Gefundene visuelle Informationen werden fragmentiert und zu etwas Neuem zusammengesetzt. Indem das 30. Kapitel seine Motive an den Haustürschwellen einer bestimmten englischen Stadt findet, ist es fest an einen Ort gebunden und bewahrt zugleich den collagebasierten Ansatz, der die Zusammenarbeit prägt. So wird ein Werkkomplex fortgeschrieben, der über 30 Ausgaben hinweg kontinuierlich eine eigene Bildsprache entwickelt hat.
Die 30. A.P.C. QUILTS-Kollektion erscheint am 31. Juli in ausgewählten A.P.C.-Stores sowie im Onlineshop der Marke.


















