Jeff Bezos in Gesprächen über Minderheitsbeteiligung am Liverpool FC
Liverpool FC wird in den laufenden Gesprächen Berichten zufolge mit mehr als 6 Milliarden US-Dollar bewertet.
Zusammenfassung
Amazon-Gründer Jeff Bezos hat Gespräche darüber geführt, einem von dem ehemaligen Queens Park Rangers-Miteigentümer Amit Bhatia angeführten Investorenkonsortium beizutreten, um eine Minderheitsbeteiligung an Liverpool FC zu erwerben.
Fenway Sports Group bestätigte die Gespräche, bei denen der Club Berichten zufolge mit mehr als 6 Milliarden US-Dollar bewertet wird und eine Beteiligung von bis zu 30 Prozent im Raum steht.
Bhatia trat am 21. Juli 2026 nach 18 Jahren bei QPR von seinem Amt zurück, um das potenzielle Geschäft zu ermöglichen.
Amazon-Gründer Jeff Bezos wurde gefragt, ob er sich einem Investorenkonsortium anschließen wolle, das eine Minderheitsbeteiligung am Liverpool FC erwerben möchte. Angeführt wird das Konsortium vom früheren Miteigentümer der Queens Park Rangers, Amit Bhatia, und unterstützt von der milliardenschweren Familie Mittal. Die Fenway Sports Group bestätigte laufende Gespräche über eine strategische Minderheitsbeteiligung. Zwar haben Gespräche stattgefunden, doch laut einer Quelle hat sich der Tech-Mogul noch nicht dazu verpflichtet, den Deal abzuschließen. Kommt die Vereinbarung zustande, würde weiteres US-Kapital in die Spitzenriege des englischen Fußballs fließen.
Bhatia bereitete das mögliche Investment vor, indem er seine Anteile an den Queens Park Rangers am 21. Juli offiziell an Ruben Gnanalingam übertrug. Damit ging seine 18-jährige Zeit bei dem Verein aus West-London zu Ende. Während seiner Zeit an der Loftus Road wirkte Bhatia am Aufstieg des Teams in die Premier League in der Saison 2010/11 mit. Der 46-jährige Unternehmer heiratete 2004 Vanisha Mittal. Sie ist die Tochter des indischen Stahlmagnaten Lakshmi Mittal, dessen persönliches Vermögen mehr als 22 Mrd. £ beträgt (rund 29,4 Mrd. US-Dollar). Die finanzielle Unterstützung der Familie Mittal verleiht der geplanten Übernahme zusätzliches Gewicht.
Die Beteiligung des ehemaligen Amazon-Managers würde den Verhandlungen eine völlig neue finanzielle Dimension verleihen. Forbes schätzt sein Vermögen auf knapp 257 Mrd. US-Dollar. Zuvor hatte er die Übernahme großer US-Sportfranchises wie der Seattle Seahawks und der Washington Commanders erwogen, sich letztlich jedoch gegen beide Möglichkeiten entschieden. In den aktuellen Gesprächen wird der Klub aus Merseyside Berichten zufolge mit mehr als 6 Mrd. US-Dollar bewertet. Die Fenway Sports Group kaufte das Team 2010 ursprünglich für lediglich 300 Mio. £ (401 Mrd. US-Dollar). Zur Eigentümergruppe gehören auch die Boston Red Sox; in den vergangenen zehn Jahren hat sie ihr globales Sportportfolio kontinuierlich ausgebaut.
Die strategische Struktur der geplanten Übernahme ähnelt einem Deal, den die Fenway Sports Group in den vergangenen Jahren bereits abgeschlossen hat. 2023 verkaufte die Eigentümergruppe für geschätzte 164 Mio. £ (rund 219 Mio. US-Dollar) einen kleinen Anteil an die US-Private-Equity-Gesellschaft Dynasty Equity. Die Mittel waren ausdrücklich für den Schuldenabbau und Verbesserungen der Infrastruktur vorgesehen – nicht für Spielerverpflichtungen. Finanzanalysten gehen davon aus, dass Kapital aus dem Bhatia-Konsortium wahrscheinlich nach einem ähnlichen Muster eingesetzt würde. Ein solcher Zufluss neuer Investitionen entspricht dem übergeordneten Trend, dass zunehmend ausländisches Kapital in die Premier League strömt, in der fast die Hälfte der aktuellen Klubs US-amerikanischen Eigentümern gehört.





















