Ford ruft über 500.000 Broncos wegen Brandgefahr im Motor zurück
Ein problematischer Kabelbaum löst einen umfangreichen Sicherheitsrückruf für Bronco- und Bronco-Raptor-Modelle der Baujahre 2021 bis 2026 aus.
Zusammenfassung
Ford hat einen Sicherheitsrückruf für mehr als 500.000 Fahrzeuge der Modelle Bronco und Bronco Raptor veranlasst.
Die betroffenen SUVs weisen einen Mangel am Kabelbaum auf, dem es an ausreichendem Scheuerschutz fehlt und der ein Risiko für Motorbrände darstellt.
Ford‑Händler werden eine kostenlose Reparatur durchführen, bei der an den betroffenen Kabelbäumen zusätzlicher Schutzschlauch (Convolute) und Scheuerschutzband angebracht wird.
Ford hat offiziell einen Sicherheitsrückruf für 565.911 Ford Bronco und Bronco Raptor aus den Modelljahren 2021 bis 2026 angekündigt. Laut einer offiziellen Mitteilung der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) betrifft der Rückruf einen fehlerhaften Kabelbaum im Motorraum, von dem eine potenzielle Brandgefahr ausgeht.
Laut offiziellem Bericht verfügt der betroffene Kabelbaum nicht über ausreichenden Abriebschutz. Durch Bewegungen und Reibung an anderen Motorkomponenten können sich die Leitungen abnutzen. Dadurch können Kabel freiliegen und im Motorraum einen Kurzschluss, extreme Hitze oder Funken verursachen. Mögliche Warnsignale sind Rauch, der durch die Lüftungsschlitze in den Innenraum dringt, sichtbare Flammen nahe der Beifahrerseite des Motorraums oder Warnmeldungen im digitalen Kombiinstrument.
Ford hat bei regulären Broncos und Bronco Raptors bislang 15 mögliche Vorfälle im Zusammenhang mit dem Problem identifiziert. Der Hersteller geht jedoch davon aus, dass nur rund ein Prozent der zurückgerufenen Fahrzeuge tatsächlich von dem Defekt betroffen ist. Vertragswerkstätten beheben das Problem kostenlos, indem sie den Kabelbaum mit Wellrohr und Abriebschutzband verstärken.
Ford wird betroffene Halterinnen und Halter zwischen dem 24. und 28. August 2026 offiziell per Post informieren. Den Status ihres Fahrzeugs können Fahrerinnen und Fahrer jedoch bereits jetzt über das Rückrufportal der NHTSA anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (VIN) oder des Kennzeichens prüfen.



















