FIFA leitet Disziplinarverfahren gegen Argentinien nach gewalttätiger Prügelei im WM-Finale 2026 ein
Leandro Paredes sah Rot, nachdem Videoaufnahmen zeigten, wie er Eric Garcia am Hals packte.
Zusammenfassung
Die FIFA hat ein offizielles Disziplinarverfahren gegen die argentinische Fußballnationalmannschaft eingeleitet, nachdem es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam, als Spanien sich den Titel bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gesichert hatte.
Im Fokus der Untersuchung stehen die Spieler Leandro Paredes und Nahuel Molina wegen ihrer direkten Beteiligung an einer massiven Schlägerei nach Abpfiff; zugleich werden politische Banner geprüft, die während des Turniers gezeigt wurden.
Mehrere Spieler müssen nun mit Sperren über mehrere Länderspiele hinweg und spürbaren Geldstrafen rechnen – rechtzeitig vor dem nächsten internationalen Pflichtspiel-Fenster.
Die FIFA hat offiziell eine Disziplinaruntersuchung gegen die argentinische Fußballnationalmannschaft eingeleitet, nachdem das WM-Finale 2026 chaotisch und gewaltsam geendet hatte. Der Weltverband setzte einen Ethik-Ermittler ein, der mögliche Verstöße gegen den FIFA-Disziplinarkodex im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen nach dem Spiel am 19. Juli prüfen soll. Die Spannungen entluden sich wenige Augenblicke, nachdem Spanien sich dank eines Siegtreffers von Ferran Torres in der Verlängerung mit 1:0 durchgesetzt hatte. Mit dem Schlusspfiff eskalierte die ohnehin aufgeheizte Stimmung endgültig: Es kam zu einer Massenschlägerei, bei der beide Teams gewaltsam voneinander getrennt werden mussten.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Aktionen mehrerer prominenter argentinischer Spieler während der Rangelei. Von Offiziellen ausgewertetes Videomaterial zeigt, wie Leandro Paredes mit mehreren spanischen Spielern aneinandergerät. Offenbar packte er Verteidiger Eric Garcia am Hals, bevor er Mittelfeldspieler Gavi zu Boden warf. Auch Verteidiger Nahuel Molina steht unter genauer Beobachtung, weil er Spaniens Kapitän Rodri mutmaßlich in den Bauch geschlagen haben soll, als die Spieler auf den Platz stürmten. Schiedsrichter Slavko Vincic zeigte Paredes anschließend die Rote Karte, während Argentiniens Cheftrainer Lionel Scaloni eine Verwarnung erhielt, als er versuchte, die Situation zu entschärfen.
Die Ermittlungen wurden über die körperlichen Auseinandersetzungen hinaus ausgeweitet und umfassen nun auch Vorwürfe beleidigenden Verhaltens sowie Verstöße gegen die Fair-Play-Grundsätze nach Artikel 36 des Reglements. Die Disziplinarverantwortlichen prüfen Berichte, wonach mehrere argentinische Spieler demonstrativ der Tribüne den Rücken zukehrten, als die spanische Mannschaft den Weltmeisterpokal in die Höhe stemmte. Zudem nehmen die Ermittler das Verhalten des Teams nach dem Halbfinalsieg über England im Atlanta Stadium unter die Lupe. Während der Feierlichkeiten zeigten Spieler ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“, was unmittelbar gegen das seit Langem geltende Verbot politischer Botschaften bei offiziellen Spielen verstößt.
Für die amtierenden Copa-América-Champions könnten die drohenden Folgen sportlich wie finanziell gravierend sein. Mittelfeldspieler Enzo Fernandez ist nach seiner zweiten Gelben Karte in der 93. Minute der regulären Spielzeit bereits automatisch gesperrt. Die laufenden Ermittlungen könnten zudem längere Sperren über mehrere Spiele für wichtige Kaderspieler und erhebliche Geldstrafen gegen den Argentinischen Fußballverband nach sich ziehen. Das harte Durchgreifen zeigt einen entscheidenden Wandel darin, wie Fußballbehörden das Verhalten auf dem Platz und politische Botschaften auf internationaler Bühne ahnden. Einen konkreten Zeitplan für eine endgültige Entscheidung hat die FIFA bislang nicht genannt, doch die Verantwortlichen rechnen noch vor Beginn des nächsten Länderspielfensters mit einem abschließenden Urteil.





















