EVANs Neuanfang: Die Geschichte hinter seinem Alternative-Rock-Debüt „RIDE OR DIE“
Der Solo-Artist, früher als Heeseung von ENHYPEN bekannt, spricht über sein Alternative-Rock-Debüt und die emotionale B-Seite „OVERFLOW“.
EVAN hat mit der Veröffentlichung seiner digitalen Debütsingle „RIDE OR DIE“ offiziell seine Solo-Ära eingeläutet – inklusive neuer offizieller Social-Media-Kanäle und seiner ersten Profilbilder unter dem neuen Namen. Der zweiteilige Release, ergänzt um die B-Seite „OVERFLOW“, markiert das nächste Kapitel für den Künstler, der bislang als Heeseung von ENHYPEN bekannt war – und der nun fast vollständig zu seinen eigenen kreativen Bedingungen arbeitet.
Der Rollout begann mit einem leisen, aber gezielten Neustart. EVANs erste Profilbilder verzichten auf Make-up und Styling im Minimal-Look zugunsten einer zurückgenommenen, puren Inszenierung; das Label BELIFT LAB rahmt die Visuals als einen frühen, noch ungeschliffenen Blick auf den Künstler, bevor ein äußeres Image um ihn herum aufgebaut wird. Der Name EVAN selbst trägt persönliche Bedeutung, abgeleitet von einem Namen, den er seit seiner Kindheit mit sich trägt, und soll für Musik stehen, die künftig sein ehrlichstes, natürlichstes Ich widerspiegelt.
„Ich habe gemerkt, dass ich mich immer stärker zu einer roheren, instinktiveren Form des Ausdrucks hingezogen fühle.“
Am deutlichsten spiegelt sich der neue Name in „RIDE OR DIE“ wider – einem Titel, der von der Redewendung stammt, mit der man bedingungsloses Füreinanderdasein beschreibt. EVAN übernahm eine führende Rolle beim Songwriting, in der Komposition, Produktion und der gesamten visuellen Ausrichtung des Projekts und beschreibt den Prozess als Chance, zwei klar voneinander abgegrenzte Facetten seiner Kunst zu zeigen. „Ich wollte zwei Songs vorstellen, die jeweils ihren eigenen Reiz haben“, sagt er Hypebeast. „Mit dem Titeltrack wollte ich die neue musikalische Richtung zeigen, die ich einschlage, während ich mit der B-Seite eine emotionalere Seite von mir ausdrücken wollte.“ Der Titeltrack kommt als Alternative-Rock-Song daher, getragen von Sehnsucht und überwältigenden Gefühlen, während „OVERFLOW“ in einen sanfteren Indie-Pop-Modus wechselt. Trotz ihrer unterschiedlichen Klangwelten sind beide Stücke in introspektivem, verletzlichem Songwriting verwurzelt.
Der erste Sprung in den Rock formte weit mehr als nur die Songs selbst. EVAN erklärt, dass das Genre ihn dazu gebracht hat, genauso intensiv über die visuellen und performativen Elemente des Projekts nachzudenken wie über die Musik. „Als ich mich zum ersten Mal wirklich stark zur Rockmusik hingezogen fühlte, wollte ich ihre einzigartige Energie und Emotionalität auf unterschiedliche Weise ausdrücken“, sagt er und ergänzt, dass ihn dieser Prozess zu einer roheren, instinktiveren Ausdrucksform geführt habe, die sich durch das gesamte Album zieht. Ein ähnliches Gespür prägt das Musikvideo zu „RIDE OR DIE“, das die Idee unerschütterlichen Vertrauens über EVANs symbolische Beziehung zu einem ramponierten Auto erzählt, das nie von seiner Seite weicht – und so die explosive Energie des Songs mit einem Gefühl der Katharsis verbindet.
Für EVAN kommt diese Unmittelbarkeit einem künstlerischen Manifest gleich. „Für mich ist Alternative-Musik mehr als nur ein Genre. Es ist die Art von Musik, die mich am besten ausdrückt“, sagt er und beschreibt den Genrewechsel als Chance, seine eigene musikalische Farbe und eine ehrlichere Version seiner Gefühle zu zeigen, als er es bisher getan hat. Das Album versteht er als Auftakt zu einem fortlaufenden Prozess, sich künftig über neue, andere Klangwelten mit seinem Publikum zu verbinden.
Mit „RIDE OR DIE“ und „OVERFLOW“ schlägt EVAN sein erstes Kapitel als Solokünstler zu seinen eigenen Bedingungen auf – und tauscht den glatt polierten Idol-Glanz gegen die rohe Intuition ein, von der er sagt, sie bestimme nun seinen Sound. Beide Tracks sind auf Spotify und Apple Music verfügbar.



















