Ana Mendietas visionäre Land Art lebt in der Tate Modern weiter

Tate Modern Ana Mendieta Art Artworks Retrospective London 2026
Ana Mendieta, Bird Run 1974.
© The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC. Licensed by Artist Rights Society (ARS), New York / DACS, 2026 / Courtesy Marian Goodman Gallery and Alison Jacques, London
Tate Modern Ana Mendieta Art Artworks Retrospective London 2026
© The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC. Licensed by Artist Rights Society (ARS), New York / DACS, 2026 / Courtesy Marian Goodman Gallery and Alison Jacques, London
Tate Modern Ana Mendieta Art Artworks Retrospective London 2026
© The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC. Licensed by Artist Rights Society (ARS), New York / DACS, 2026 / Courtesy Marian Goodman Gallery and Alison Jacques, London
Tate Modern Ana Mendieta Art Artworks Retrospective London 2026
© The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC. Licensed by Artist Rights Society (ARS), New York / DACS, 2026 / Courtesy Marian Goodman Gallery and Alison Jacques, London
Tate Modern Ana Mendieta Art Artworks Retrospective London 2026
© The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC. Licensed by Artist Rights Society (ARS), New York / DACS, 2026 / Courtesy Marian Goodman Gallery and Alison Jacques, London
Tate Modern Ana Mendieta Art Artworks Retrospective London 2026
© The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC. Licensed by Artist Rights Society (ARS), New York / DACS, 2026 / Courtesy Marian Goodman Gallery and Alison Jacques, London
Tate Modern Ana Mendieta Art Artworks Retrospective London 2026
Ana Mendieta, Untitled: Silueta Series 1976.
© The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC. Licensed by Artist Rights Society (ARS), New York / DACS, 2026 / Courtesy Marian Goodman Gallery and Alison Jacques, London
Tate Modern Ana Mendieta Art Artworks Retrospective London 2026
© The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC. Licensed by Artist Rights Society (ARS), New York / DACS, 2026 / Courtesy Marian Goodman Gallery and Alison Jacques, London

Zusammenfassung

  • Die kubanisch-amerikanische Künstlerin Ana Mendieta steht im Mittelpunkt einer bedeutenden neuen Retrospektive in der Tate Modern.
  • Die Ausstellung ist noch bis Januar 2027 zu sehen und umfasst Skulpturen, Performances, Fotografien, Filme, Zeichnungen und Installationen. Sie zeichnet ein umfassendes, einfühlsames Bild einer prägenden Künstlerin ihrer Generation.
  • Selten gezeigte Arbeiten, neu restaurierte Filme und ihre ikonische Silueta-Serie sind ebenfalls zu sehen.

Die Tate Modern in London würdigt das visionäre Vermächtnis der kubanisch-amerikanischen Künstlerin Ana Mendieta mit einer bedeutenden neuen Retrospektive. Die Ausstellung ist noch bis Januar 2027 zu sehen, untermauert Mendietas Rang als eine der großen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und rückt ihre wegweisende Praxis in den Fokus, die das Verhältnis von Körper, Land und Identität neu definierte.

Ana Mendieta wurde 1948 in Havanna, Kuba, geboren und im Alter von nur zwölf Jahren in die Vereinigten Staaten ins Exil geschickt. Sie wuchs in Iowa auf, studierte Archäologie und Kunst und entwickelte eine multidisziplinäre Praxis, mit der sie die Verbindung zu ihrem Heimatland wiederherzustellen suchte.

Mendieta arbeitete mit Skulptur, Performance, Fotografie, Film und Installation und wurde vor allem durch ihre radikalen „Earth-Body“-Arbeiten bekannt. Im Gegensatz zu den monumentalen Gesten, die viele ihrer vor allem männlichen Zeitgenossen bevorzugten, waren ihre Eingriffe in die Landschaft intimer und subtiler: Sie schrieb Spuren menschlicher Formen direkt in die Natur ein.

Ihre bekannteste Serie, Silueta, die auch im Zentrum der Tate-Retrospektive steht, begann 1973. In Nord- und Südamerika sowie Europa brannte, formte und schnitzte Mendieta vergängliche Formen in natürliche Umgebungen, prägte sich selbst der Landschaft ein und setzte sich dabei mit Entwurzelung, Erneuerung, Zugehörigkeit und spiritueller Wiederannäherung auseinander.

Die Retrospektive zeigt zudem „Ñañigo Burial“ (1976), eine lebendige Silueta aus schwarzen Ritualkerzen und Mendietas erste Earth-Body-Arbeit für Innenräume. Hinzu kommt eine Auswahl früher Filme der Künstlerin, von denen mehrere neu restauriert wurden, darunter „Anima, Silueta de Cohetes (Firework Piece)“ (1976), „Bird Run“ (1974), „Ochún“ (1981) und „Parachute“ (1973). Auch zarte Blattzeichnungen und eine Auswahl aus ihrer Amategram-Gemäldeserie sind zu sehen.

Mendieta war in den vergangenen Jahren zwar bereits Gegenstand mehrerer großer Ausstellungen, doch die Präsentation der Tate hebt sich ab, weil sie der Tendenz widersteht, ihr Vermächtnis über ihren tragischen Tod im Jahr 1985 zu erzählen – dessen Umstände und der mutmaßliche Täter Carl Andre ihre eigenen Leistungen oft überschatten. Stattdessen rückt die Schau die ganze Bandbreite ihrer bemerkenswerten Praxis ins Zentrum und lenkt den Blick zurück auf die Ideen und Innovationen, die sie zu einer der prägenden Künstlerinnen ihrer Generation machten.

„Für mich existierte die Arbeit auf unterschiedlichen Ebenen“, sagte sie einmal. „Sie existierte auf der Ebene des Seins in der Natur … und wurde schließlich abgetragen.“

Ana Mendieta ist in London noch bis zum 17. Januar 2027 zu sehen. Weitere Informationen zum Besuch finden Sie auf der Website des Museums.

Tate Modern
Bankside,
London SE1 9TG,
Vereinigtes Königreich

Erin Ikeuchi Editor, Hypeart

Erin Ikeuchi is a New York-based writer focused on the intersection of contemporary art and culture. Her work spotlights stories, people and moments powering art’s new league, from icons to underground legends. Her formal background in anthropology informs a curious, cross-cultural eye for art where it’s least expected. Since joining Hypebeast in 2024, where she spearheads art-related content, she’s contributed hundreds of articles, including industry news, features and interviews, alongside serving as lead curator for ‘Under the Same Sky,’ Hypeart’s 2026 exhibition with Bonhams.

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