Die neue Single “+Come My Way” von S
un T
ung M-TP mit Tyga ist eine bewusst inszenierte Verschmelzung von Kulturen, von Zeitebenen und von zwei Artists, deren Verbindung weit
ber den Song selbst hinausreicht.
Das Erste, was man
ber “Come My Way” verstehen muss, ist: Es war nie ein kalter Pitch. S
un T
ung beschreibt die Zusammenarbeit als Ergebnis einer langj
unrigen Beziehung zu Tyga, aus der viele Beinahe-Momente hervorgegangen sind, bevor es endlich klickte. “Wir kennen uns schon sehr lange, und ich kann mich nicht einmal mehr erinnern, wie oft ich etwas mit ihm machen wollte”, sagt er. “Zum Gl
cck hat dieses Jahr alles zusammengefunden, und es f
lte sich ehrlich gesagt wie Schicksal an.” Die Abl
ufe waren simpel
S
un T
ung schrieb den Song, h
te Tyga sofort darin, schickte ihm den Track
doch das Fundament unter diesen Abl
ufen war
ber Jahre gewachsen.
Was dem Track jedoch seine zus
tzliche Bedeutung verlieh, war Biologie. Tygas vietnamesische Wurzeln verwandeln “Come My Way” von einem bloren Cross-Genre-Feature in etwas mit echter genealogischer Tragweite. “Es ist mehr als nur ein Song”, erkl
t S
un T
ung. “Es ist eine bedeutsame Chance f
uns beide, wieder mit unseren Wurzeln in Ber
hrung zu kommen.” Gerade diese geteilte Herkunft, so sagt er, sei der Grund, warum sich die kreative Chemie so unmittelbar und m
helos einstellen konnte. Der Song wurde zum Gef
ss, lange bevor er zur Single wurde.
Klanglich reicht die Architektur von S
un T
ungs Kunst weit
ber jede einzelne Kollaboration hinaus zur
ck. Er spricht offen
ber seinen pr
genden Einfluss: Das Aufwachsen mit vietnamesischer traditioneller Volksmusik formte nicht nur seinen Geschmack, sondern auch ganz konkret seine Art zu singen
seine Phrasierung, seine Verzierungen, die emotionale Tonlage, in der er sich bewegt. “Meine Art zu singen ist stark davon beeinflusst”, sagt er. “Ich w
de sagen, das ist eines der Dinge, die mich von anderen Artists unterscheidet.” Das ist keine
sthetik, die er sich f
etwas kulturelles Flair leiht
es ist das tragende Ger
st seiner gesamten stimmlichen Identit
t, aufgebaut
ber 13 Jahre in einer Branche, die Artists permanent in Richtung Gleichf
rmigkeit dr
ngt.
Diese Best
ndigkeit ist, wie er selbst sagt, bewusst aufgebaut und hart erarbeitet. S
un T
ung versteht das Bewahren der eigenen Identit
t nicht als blore kreative Entscheidung, sondern als professionelle Disziplin
einen inneren Nordstern, der ihn vor dem Abdriften sch
ctzt. “Solange ich weir, wer ich bin und woher ich komme, kann ich mich selbst oder meine Identit
t nicht verlieren.” Sein Publikum, davon ist er
berzeugt, bleibt, weil es genau diese Verwurzelung sp
rt. Loyalit
t ist in seinem Verst
ndnis eine Reaktion auf Authentizit
t
nicht das Ergebnis von Algorithmen oder Marketing.
Auch die Komposition des Tracks belohnt genaues Hinsehen
bis in den Rahmen hinein. In der After-Credits-Szene zu “Come My Way” ist zu sehen, wie S
un T
ung eine weire Raupe malt
ein Detail, von dem er best
tigt, dass es bewusst gesetzt und tragend ist. “Es ist nicht einfach nur eine Raupe”, sagt er. “Sie ist auch ein Tor, das sich zu dem n
chsten Kapitel
offnet, das ich f
das Publikum bereits vorbereitet habe.” Die Metapher der Metamorphose ist fast zu perfekt, aber S
un T
ung hat sich das Recht darauf erarbeitet. Drei Jahre gezielte globale Positionierung,
ber ein Jahrzehnt k
nstlerische Vorarbeit und eine Kollaboration, die zugleich eine Heimkehr ist
“Come My Way” liest sich, in Handwerk wie in Strategie, genau als das: ein Anfang.
Das “Come My Way”-Video seht ihr oben.