Zusammenfassung
- Die New York Watch Auction: XIV von Phillips erzielte einen historischen Erlös von 75,8 Millionen US‑Dollar – bei einer Verkaufsquote von 100 Prozent aller Lose.
- Eine F.P. Journe „Souscription“ stellte mit 13,9 Millionen US‑Dollar einen neuen Rekord für unabhängige Uhrmacher*innen auf.
- Zu den weiteren Highlights zählte eine Patek Philippe von Eric Clapton, die 5,2 Millionen US‑Dollar einbrachte.
Auf den monumentalen Verkauf einer Patek Philippe Ref. 2499, die zur hochpreisigsten jemals in Asien versteigerten Uhr wurde, folgte für Phillips in Association with Bacs & Russo ein weiteres historisches Highlight zum Abschluss der Frühjahrssaison 2026. Die am 13. und 14. Juni abgehaltene New York Watch Auction: XIV erzielte spektakuläre 75,8 Millionen US‑Dollar, mehr als das Doppelte der oberen Schätzung, und setzte einen neuen Rekord als erfolgreichste Uhrenauktion in der Geschichte der USA. Das zu 100 Prozent verkaufte „White‑Glove“-Event markiert fünfeinhalb Jahre in Folge vollständig ausverkaufter Live-Uhrenauktionen von Phillips New York. Noch entscheidender: Diese historische Gesamtsumme bescherte dem Auktionshaus einen Branchenmeilenstein – in nur einer Saison in Genf, Hongkong und New York drei Einzeluhren für jeweils mehr als 10 Millionen US‑Dollar zu verkaufen.
Das unbestrittene Kronjuwel der New Yorker Versteigerung war die extrem seltene F.P. Journe Chronomètre à Résonance „Souscription, No. 007“. 2000 vorgestellt, nutzt dieses technische Wunderwerk zwei Hemmungen in natürlicher Resonanz, um die Ganggenauigkeit weiter zu verfeinern. Als eine von nur 20 frühen „Souscription“-Uhren für Gründungskund*innen – und eine von lediglich zwei bekannten Varianten mit Platin‑Roségold-Gehäuse und roségoldenem Zifferblatt – entfachte diese frisch auf den Markt gekommene Uhr ein neunminütiges Bietgefecht. Am Ende wechselte sie für beeindruckende 13,9 Millionen US‑Dollar den Besitzer, brach den Weltauktionsrekord für jede unabhängige Manufaktur und wurde zur teuersten Uhr des 21. Jahrhunderts, die jemals in einer öffentlichen Auktion verkauft wurde. F.P. Journe dominierte das zweitägige Event: 100 Prozent der Lose des Hauses lagen über den Schätzpreisen – darunter eine Tourbillon Souverain Anniversaire „Hong Kong“, die nahezu 4,4 Millionen US‑Dollar erzielte.
Auch Patek Philippe behauptete seine dominante Präsenz und knüpfte an den kürzlich in Asien erzielten Rekord an. Ein zentrales Highlight war eine vermutlich einzigartige Patek Philippe Ref. 5004G‑020 aus dem Jahr 2008, ursprünglich im Auftrag des legendären Musikers Eric Clapton gefertigt. Mit ihrem Weißgoldgehäuse, „rose“-Zifferblatt, applizierter Breguet‑Ziffer „12“ und Tachymeterskala erzielte dieser in Serie gefertigte Ewige‑Kalender‑Schleppzeiger‑Chronograph 5,2 Millionen US‑Dollar – das höchste jemals für dieses Modell erzielte Ergebnis. Darüber hinaus kam eine außergewöhnlich seltene Patek Philippe Ref. 1518 von 1948 in 18-karätigem Roségold – eine von schätzungsweise nur 58 existierenden Uhren in diesem Edelmetall – auf knapp unter 4 Millionen US‑Dollar und untermauerte damit den dauerhaften Blue‑Chip-Status der Marke.
Abseits der etablierten Giganten offenbarte die Auktion eine rasant wachsende, äußerst kapitalkräftige Begeisterung für zeitgenössische unabhängige Uhrmacherei. Ein herausragender Kari Voutilainen Masterpiece Chronograph II, nummeriert 1 von nur 10 um 2012 gefertigten Exemplaren, erzielte 1,8 Millionen US‑Dollar bei einer unteren Schätzung von 120.000 US‑Dollar und setzte damit einen neuen Weltrekord für die Marke. Ebenso lieferten sich Sammler*innen einen erbitterten Wettstreit um eine Roger Smith Ref. Series 3 „Unique Piece“, die schließlich einen Weltrekordpreis von 1,2 Millionen US‑Dollar erreichte und die globale Nachfrage nach britischer Horologie unterstrich. Insgesamt überschritten am Wochenende sechzehn außergewöhnliche Uhren die Marke von 1 Million US‑Dollar – ein unmissverständlicher Beweis für das enorme Vertrauen und die beeindruckende Tiefe am absoluten Zenith des modernen Uhren-Sammlermarkts.