Geleakte Roadmap: Meta AI-Pendant und Supersensing-Brille im Anmarsch
Meta setzt mit dem Muse Spark‑betriebenen Pendant, supersensing Smart Glasses und „Wearables for Work“ zu einer großen Reality Labs-Offensive an – befeuert durch Limitless‑Technologie.
Zusammenfassung
- Meta entwickelt ein KI-gestütztes Pendant, das Gespräche aufzeichnen und zusammenfassen soll; interne Tests sind für das Frühjahr 2027 geplant.
- Die neue Hardware-Initiative geht auf die jüngste Übernahme von Limitless zurück, einem Startup, das sich auf „ambient“ Wearable-Technologie spezialisiert hat.
- Zudem will das Unternehmen sein Portfolio an Smart Glasses um „Supersensing“-Modelle erweitern und mit einem „Wearables for Work“-Abo das Geschäft mit Unternehmenskunden ankurbeln.
Meta bereitet eine große Hardware-Offensive rund um ein KI-basiertes Pendant vor. Laut einem internen Memo, das The Information einsehen konnte, hat Vice President of Wearables Alex Himel eine umfassende Strategie skizziert, um die Hardware-Präsenz des Unternehmens deutlich auszubauen. Das neue Gerät folgt auf die jüngste Übernahme von Limitless, einem Startup, das für tragbare Recorder bekannt ist, die durchsuchbare Transkripte alltäglicher Interaktionen erstellen. Limitless-CEO Dan Siroker bestätigte die Übernahme und betonte, wie stark sie zu einer gemeinsamen Vision von persönlicher Superintelligenz passt. Der Schritt zeigt, dass Meta entschlossen ist, eine neue Kategorie KI-fähiger Wearables aufzubauen, die sich nahtlos in den Alltag einfügen.
Interne Tests für das Pendant, intern als „Dogfooding“ bezeichnet, sollen im Frühjahr 2027 starten. Über das Pendant hinaus skizziert das geleakte Memo Pläne für einen massiven Ausbau des Smart-Glasses-Portfolios. Neue Modelle sollen „Supersensing“-Technologie bieten und Kameras sowie Sensoren über längere Zeiträume aktiv halten. Dieses permanente Umgebungs-Tracking ermöglicht es der KI, verlegte Gegenstände wiederzufinden oder Alltagsaufgaben vorzuschlagen. Aktuell arbeitet die Marke mit EssilorLuxottica für Ray-Ban- und Oakley-Gestelle zusammen, doch die Roadmap sieht vor, weitere Eyewear-Labels ins Boot zu holen, um ein breiteres Publikum zu erreichen und die Bruttomargen zu verbessern.
Um das Hardware-Ökosystem zu stützen, führt Meta einen speziellen Enterprise-Service namens Wearables for Work ein. Dieses Abo-Modell richtet sich an Unternehmenskunden, die bereit sind, für branchenspezifische Features einen Aufpreis zu zahlen. Die Software-Offensive soll die hohen Verluste in Milliardenhöhe innerhalb von Reality Labs, der übergeordneten Hardware- und Metaverse-Sparte, abfedern. Himel setzte intern das Ziel, in der zweiten Jahreshälfte 2026 zehn Millionen Wearables zu verkaufen und bis Jahresende 6,8 Millionen monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer zu erreichen.
Die kommenden Geräte werden auf Muse Spark, dem neuesten KI-Modell des Tech-Giganten, sowie auf einem noch unveröffentlichten Agenten mit dem Arbeitstitel Hatch laufen. Während frühere Spezial-Hardware von Wettbewerbern auf deutlichen Widerstand im Markt stieß, setzt Mark Zuckerberg mit seinem Team darauf, dass sich fortgeschrittene Agenten in vertrauten Formfaktoren endlich im Mainstream durchsetzen. Durch die Kombination aus gestaffelten Abo-Softwaremodellen und alltagstauglicher Hardware will das Unternehmen sich in einer rasant umkämpften Kategorie der Consumer Electronics an die Spitze setzen.





















