Christopher Nolans „The Odyssey“ erhält ein R-Rating – der teuerste Film mit R-Freigabe aller Zeiten
Mit einem kolportierten Budget von 250 Millionen US-Dollar ist die Homer-Adaption Nolans zweiter R-Rated-Sommerblockbuster in Folge nach „Oppenheimer“.
Zusammenfassung
- The Odysseywurde von der Motion Picture Association mit einem R-Rating versehen, ohne dass der Grund für diese Einstufung offiziell genannt wurde
- Mit einem gemeldeten Budget von 250 Millionen US-Dollar ist der Film potenziell der teuerste R-Rated-Titel aller Zeiten und übertrifft damit Joker: Folie à Deux und Deadpool & Wolverine
- Vertrieben von Universal Pictures, The Odysseystartet am 17. Juli; die IMAX-70mm-Tickets waren bereits kurz nach Verkaufsstart im vergangenen Jahr ausverkauft
Christopher Nolans The Odysseywurde von der Motion Picture Association mit einem R-Rating versehen, Variety berichtet. Mit einem gemeldeten Budget von 250 Millionen US-Dollar könnte der Film der teuerste R-Rated-Film aller Zeiten werden und damit Joker: Folie à Deux und Deadpool & Wolverine. Der Grund für die R-Einstufung wurde nicht offiziell genannt, obwohl das zugrunde liegende Material, Homers Odyssee, reichlich mögliche Erklärungen liefert.
Diese Einstufung ist für einen Sommerblockbuster dieser Größenordnung ungewöhnlich. Studios peilen bei ihren größten Actiontiteln in der Regel ein PG-13-Rating an, um das potenzielle Publikum zu maximieren – und die meisten von Nolans eigenen Sommerfilmen folgten genau dieser Logik: Inception, Dunkirk, Tenet, und die Dark Knight-Trilogie erhielten alle ein PG-13-Rating. Die Ausnahme war Oppenheimer, der ein R-Rating trug und weltweit fast 1 Milliarde US-Dollar einspielte – ein Beleg dafür, dass Nolans kommerzielle Schlagkraft die gängige Skepsis gegenüber Erwachsenenfreigaben im Sommerkino überwinden kann. The Odysseyist nun der zweite Nolan-Sommerstart in Folge mit dieser Einstufung – und mit gemeldeten 250 Millionen US-Dollar bewegt er sich in einer Dimension, die bislang kein R-Rated-Film gewagt hat.
Diese Budgetsumme rückt The Odysseyin eine eigene Liga. Deadpool & Wolverine und Joker: Folie à Deuxhatten zwar beide beachtliche Produktionskosten für R-Rated-Titel, doch keiner kam in die Nähe von 250 Millionen US-Dollar. Diese Summe ist nicht nur ein Rekord für Filme mit R-Rating – sie ist auch ein Statement darüber, welches Einspielpotenzial Universal und Nolan dem Film zutrauen. Das Oppenheimer-Beispiel ist der deutlichste Gradmesser: Ein drei Stunden langer R-Rated-Film über Kernphysik unter Nolan-Regie avancierte zu einem der erfolgreichsten Titel des Kinojahres 2023. Ein mythisches Action-Epos, adaptiert aus einer der langlebigsten Erzählungen der westlichen Literatur, komplett in IMAX gedreht und besetzt mit Matt Damon, Tom Holland, Zendaya, Robert Pattinson und Anne Hathaway, ist eine andere Art von Wagnis – basiert aber auf derselben kommerziellen Logik.
Das Vertrauen der Kinobetreiber scheint groß. IMAX-70mm-Tickets gingen bereits im vergangenen Jahr in den Verkauf und waren rasch vergriffen – ein deutliches Signal, dass der Kinomarkt The Odysseyals Ereignis und nicht nur als regulären Start behandelt. Der 17. Juli ist ein Datum, das für Nolan schon einmal hervorragend funktioniert hat – und Universals Entscheidung, genau dann mit einem R-Rated-Film für 250 Millionen US-Dollar zu eröffnen, zeugt von einem Vertrauen in sein Publikum, das derzeit nur wenige Regisseure genießen.
The Odysseystartet weltweit am 17. Juli.



















