Zusammenfassung
- McLaren hat den Hybrid-Prototyp MCL-HY für die FIA World Endurance Championship 2027 präsentiert – begleitet von einer radikal abgespeckten Track-Variante, streng limitiert auf 35 Exemplare für VIP-Kund:innen.
- Das rennspezifische Hypercar wird in Partnerschaft mit United Autosports eingesetzt, die Testarbeit unter der Leitung von Fahrer Mikkel Jensen startet noch in diesem Monat.
- Der Einstieg in die WEC verschafft dem Automobilgiganten eine neue Chance, die in der Motorsportwelt so schwer zu erreichende Triple Crown für sich zu entscheiden.
McLaren meldet sich offiziell in der absoluten Königsklasse des Langstreckenrennsports zurück. Der britische Performance-Autobauer hat den MCL-HY enthüllt, einen kompromisslos ausgelegten neuen Hybridprototypen, der speziell für die FIA World Endurance Championship 2027 entwickelt wurde. Das in nahtloser Zusammenarbeit zwischen McLaren Racing und McLaren Automotive entstandene Hypercar markiert die Rückkehr der Marke auf ein Spitzenstarterfeld, das sie seit ihrem legendären Sieg 1995 bei den 24 Stunden von Le Mans nicht mehr dominiert hat. Parallel zum Hauptprototyp präsentierte der Hersteller eine besonders exklusive reine Track-Kundenvariante mit dem Namen MCL-HY GTR – für VIP-Kund:innen, die ungefilterte Performance ohne Reglement-Beschränkungen verlangen.
Ohne die für FIA-Rennen vorgeschriebene LMDh-Standardbatterie und den Hybridantrieb setzt der MCL-HY GTR ganz auf einen brachialen 2,9-Liter-V6 mit Biturboaufladung. Der Verzicht reduziert das Gewicht im Vergleich zum Prototyp deutlich und rückt die pure Fahrdynamik radikal in den Mittelpunkt. Die Stückzahl ist streng limitiert, geplant sind lediglich 30 bis 35 Chassis. GTR-Besitzer:innen erhalten Zugang zu einem exklusiven Programm, das ihnen rare Einblicke in genau jene Spitzeningenieurskunst gewährt, die die globalen Motorsportaktivitäten des Herstellers antreibt. Die Auslieferungen dieser maßgeschneiderten Maschinen sollen Ende 2027 beginnen.
Für den ambitionierten FIA-WEC-Einsatz standen die Einsätze noch nie so hoch. In Kooperation mit United Autosports plant das McLaren Hypercar Team, zwei MCL-HY-Prototypen an den Start zu bringen. Die markante Optik, die beim ersten Rollout gezeigt wurde, trägt ein Test-Livery, das stark vom historischen McLaren M6A inspiriert ist – ein klarer Verweis auf die Dominanz der Marke in der Can-Am-Serie der späten 1960er-Jahre. Das Track-Testing beginnt offiziell noch in diesem Monat, damit die Plattform lange vor ihrem Renndebüt gnadenlos verfeinert wird.
Das Entwicklungsteam bringt reichlich Rennerfahrung mit, um Aerodynamik und Hybridsysteme bis ins Detail zu perfektionieren. Mikkel Jensen führt als erster offizieller Hypercar-Pilot den Kader an. Unterstützt wird er von einem eindrucksvollen Trio aus European-Le-Mans-Series-Veteranen: Ben Hanley sowie den McLaren-Driver-Development-Talenten Gregoire Saucy und Richard Verschoor.
Mehr als ein reines Technikprojekt ist der MCL-HY ein kraftvolles kulturelles und sportliches Statement. McLaren-Racing-CEO Zak Brown betonte, dass die Marke nun gleichzeitig in der Formula 1, der IndyCar und der World Endurance Championship vertreten ist. Diese Offensive an mehreren Fronten öffnet ein historisches Zeitfenster erneut und gibt dem Hersteller eine frische Chance, eine moderne Triple Crown of Motorsport zu vollenden – mit einem neuen Le-Mans-Pokal neben den bereits errungenen Triumphen beim Monaco Grand Prix und beim Indy 500.