Zusammenfassung
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Gucci inszenierte seine spektakuläre „GucciCore“-Runway-Show im Herzen des Times Square und feierte damit über 70 Jahre, seit die Maison 1953 ihren ersten internationalen Store in New York eröffnete.
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Als vierter Akt in Kreativdirektor Demnas „Character Studies“-Ansatz verschmilzt die Kollektion die visuellen Sprachen früherer Drops wieLa Famiglia, Generation Gucci, und Primavera
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Die exklusive Show-Einladung zollte der legendären Gucci Galleria der 80er-Jahre Tribut und kam als spezieller Messingschlüssel in einem patinierten Lederetui.
Gucci hat soeben die „Crossroads of the World“ lahmgelegt. Mehr als 70 Jahre nachdem das legendäre italienische Haus seine allererste internationale Boutique in New York City eröffnete, markiert Cruise 2027 die offizielle Rückkehr von Gucci zu seinen Wurzeln – mit einer beispiellosen Times-Square-Übernahme. „GucciCore“, die monumentale Runway-Präsentation, verwandelte den ikonischen Manhattan-Plaza vollständig und nutzte die gigantischen digitalen Billboards, um eine permanente, pragmatische neue Core-Garderobe zu enthüllen, entworfen von Kreativdirektor Demna.
Als vierter Akt in Demnas laufendem „Character Studies“-Ansatz fungiert die Kollektion als Hommage an die Alltagsmenschen, die das Gefüge New Yorks ausmachen. Das Runway-Casting zeigte einen vibrant Querschnitt des Stadtlebens – mit Inspirationen von der Madison Avenue bis hinunter nach Brooklyn und von SoHo bis hoch nach Harlem. Wall-Street-Broker in präzise geschneiderten Nadelstreifen liefen Seite an Seite mit Downtown-Skatern in weichem, lässig fallendem Denim, während Uptown-Society-Ladys in butterweichen Leder-Duvet-Stolen eine kalkulierte „ladies who lunch“-Luxury auf den Beton brachten.
Noch bevor die Looks überhaupt den Asphalt berührten, setzte Demna den Ton mit einer satten Dosis visuellen Spektakels. Die allgegenwärtigen Screens des Times Square wurden von einer Video-Montage vollständig fiktiver Sublabels überflutet – von „Gucci Pets“ und „Gucci Gym“ bis hin zu einem „Palazzo Gucci“-Hotel – und loteten die Idee der Maison als allumfassende Lifestyle-Ästhetik aus. Die tief sitzende Nostalgie reichte bis hin zu den Einladungen, die als spezielle Messingschlüssel in gealterten Lederhüllen eintrafen und direkt auf die streng geheime Gucci Galleria anspielten, die in den 1980er-Jahren über dem Fifth-Avenue-Flagship angesiedelt war.
Bei den eigentlichen Kleidungsstücken verband die Kollektion technische Utility mühelos mit ungenierter Extravaganz. Der ikonische Webstreifen der Maison wurde zu einem sleekem Bandeau-Top umfunktioniert, während die charakteristische Reit-Horsebit-Hardware als Steigbügel an strengen, metallverzierten High-Heel-Boots neu inszeniert wurde. Anderswo hielt High-End-alta moda-Handwerkskunst über Krokoschuppen-Pailletten und Federstickereien Einzug in die Garderobe und setzte einen pointierten Kontrast zu pragmatischen, wendbaren Shearling-Mänteln, Clutches in Uhrenform und großzügigen, unstrukturierten Tote-Bags.
Ein Spektakel dieser Größenordnung zog natürlich eine unglaublich elitäre Front Row an. A-Listers wie Paris Hilton und Candice Swanepoel liefen über den Runway, doch es war Tom Brady, der das Spotlight wirklich für sich beanspruchte. Der legendäre Quarterback erschien in einem markanten All-Leather-Look, der augenblicklich zum Talk of the Town wurde – sein mutiger Style-Pivot setzte der unermüdlichen Looksmaxxing-Kultur des Internets ernsthaft etwas entgegen.
Indem er die Fäden seiner jüngsten Runway-Auftritte zusammenführt, hat Demna erfolgreich ein kohärentes, höchst tragbares Fundament für die Zukunft der Brand geschaffen. GucciCore steht nicht nur für flüchtige Saisonstrends; es ist ein permanenter Liebesbrief an den authentischen, pluralistischen Stil von New York City – und beweist, dass die sagenumwobene DNA der Maison sich auf den Straßen der Metropole vollkommen zuhause fühlt, ganz gleich, ob man Skater in SoHo ist oder siebenfacher Super-Bowl-Champion, der in der Front Row alle Blicke auf sich zieht.