Victor Wembanyama schreibt Geschichte: Erster einstimmiger Defensive Player of the Year aller Zeiten
Der Spurs-Star krönt seine Rekord-Blocksaison mit einem historischen DPOY-Sweep und führt die legendäre Franchise-Tradition fort.
Zusammenfassung
- Wird zum ersten Spieler in der Geschichte der NBA, der den Titel „Defensive Player of the Year“ einstimmig gewinnt und alle 100 Erststimmen auf sich vereint.
- Schreibt mit 22 Jahren als jüngster Preisträger aller Zeiten Geschichte, nachdem er die Liga bereits in der dritten Saison in Folge bei geblockten Würfen angeführt hat.
- Stößt zu einem exklusiven Kreis um Michael Jordan und David Robinson – die einzigen Spieler, die in ihrer Karriere sowohl „Rookie of the Year“ als auch „Defensive Player of the Year“ gewonnen haben.
San-Antonio-Spurs-Superstar Victor Wembanyama sprengt weiterhin alle Erwartungen und wurde offiziell zum „NBA Defensive Player of the Year“ der Saison 2025/26 gekürt. Als er die Auszeichnung am Montag erhielt, erreichte das 7-Foot-4-Phänomen einen historischen Meilenstein, indem er der erste einstimmige Gewinner in der jahrzehntelangen Geschichte dieser Auszeichnung wurde. Mit gerade einmal 22 Jahren ist der französische Center der jüngste Spieler überhaupt, der sich diese defensive Krone aufsetzt. Mit sämtlichen 100 Erststimmen verwies er seine Mit-Finalisten Chet Holmgren von den Oklahoma City Thunder und Ausar Thompson von den Detroit Pistons klar auf die Plätze.
Mit seiner nächtlichen Dominanz in der Zone war Wembanyama der Anker eines gnadenlos zupackenden Defensivsystems in San Antonio. Als Shot-Blocker führte er die NBA bereits in der dritten Saison in Folge an; seine gewaltige Spannweite schreckte Gegner oft schon davor ab, am Ring überhaupt abschließen zu wollen. Nach einer zweiten Saison, die aufgrund einer Erkrankung vorzeitig endete und ihn daran hinderte, die 65-Spiele-Mindestgrenze der Liga zu erreichen, meldete sich der Big Man in diesem Jahr eindrucksvoll zurück und übertraf den Richtwert souverän. Seine enorme Präsenz verändert die Geometrie des Courts fundamental und macht die Spurs zu einer der gefürchtetsten Einheiten im gesamten Basketball.
Dieser jüngste Triumph zementiert seinen Namen endgültig unter den größten Legenden des Sports. Mit dieser prestigeträchtigen Auszeichnung rückt er in eine ultraselektive Riege um Michael Jordan und David Robinson auf – die einzigen Athleten, die sowohl „Rookie of the Year“ als auch „Defensive Player of the Year“ gewonnen haben. Zudem adelt der einstimmige Sieg das Erbe der Spurs-Organisation: San Antonio ist nun die erste Franchise, die vier unterschiedliche Gewinner dieses Awards hervorgebracht hat. Der elitäre Ringbeschützer reiht sich damit in die vereinsinterne Ahnenreihe von Alvin Robertson, Robinson und Kawhi Leonard ein.
Der Lobregen aus der Kabine unterstreicht seinen unvergleichlichen Einfluss. Forward Keldon Johnson pries die kompromisslose Arbeitseinstellung seines Teamkollegen und bezeichnete den Voting-Sweep als bloßen Vorgeschmack darauf, was der junge Star noch alles erreichen wird. Wembanyama wiederum schob den Verdienst zurück an sein Team und betonte, dass seine defensive Dominanz maßgeblich auf dem Gesamtgerüst basiert, das der Coaching Staff geschaffen hat. Mit der „Defensive Player of the Year“-Trophäe bereits in der Tasche bleibt das Ausnahmetalent zudem Top-Finalist im Rennen um den MVP-Award – im direkten Wettbewerb mit Nikola Jokic und Shai Gilgeous-Alexander um den ultimativen individuellen Preis.



















