Buchungen für Privatjets explodieren, weil TSA-Schlangen über vier Stunden dauern
Vermögende Reisende fliehen aus lahmgelegten Terminals in exklusive FBO-Lounges – und zahlen bis zu 34.000 US‑Dollar pro Flug, um das Sicherheitschaos zu umgehen.
Zusammenfassung
- Privatjet-Anbieter melden einen massiven Buchungsanstieg aufgrund gravierender TSA-Verzögerungen an kommerziellen Flughäfen.
- Vermögende Reisende zahlen bis zu 34.000 US‑Dollar für Privatflüge, um stundenlange Schlangen an den Sicherheitskontrollen zu umgehen.
- Der Aufschwung erinnert an den Boom während der Pandemie – viele Kundinnen und Kunden steigen erstmals in einen Privatjet.
Der teilweise Government Shutdownder im Februar begann, hat kommerzielle Flughäfen in den gesamten Vereinigten Staaten faktisch lahmgelegt. Da TSA‑Mitarbeiterinnen und ‑Mitarbeiter zunächst ohne sofortige Bezahlung arbeiten, haben massenhafte Krankmeldungen und Kündigungen zu drastischen Personalengpässen geführt. Die Folge? Die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen sind an großen Drehkreuzen auf mehr als vier Stunden explodiert und lassen normale Reisende stranden. Der Stillstand ist so extrem, dass findige Warteschlangensteher inzwischen bis zu 1.200 US‑Dollar verlangen, nur um genervten Passagieren einen Platz in der Schlange freizuhalten.
Mitten im landesweiten Reisekollaps weichen wohlhabende Fluggäste verstärkt auf die Privatfliegerei aus, um dem Chaos in den kommerziellen Terminals vollständig zu entgehen. Von exklusiven Fixed‑Base Operators (FBOs) aus gestartet, ermöglichen Privatjets ihren Passagieren, die üblichen TSA‑Warteschlangen und Sicherheitskontrollen zu umgehen. Stattdessen genießen Luxusreisende nahtlose Ausweisprüfungen und Gepäckkontrollen direkt durch die Betreiber – das Boarding bleibt rundum stressfrei.
Wenig überraschend hat dieser Shift einen massiven Anstieg der Buchungszahlenim gesamten Chartersegment ausgelöst. Anbieter wie Jettly verzeichnen bei Erstnutzerinnen und ‑nutzern von Privatjets Zuwächse von über 50 %, während die Gesamtbuchungen der Branche seit Beginn der Krise um bis zu 39 % gestiegen sind. Es ist ein lukrativer Trend, angetrieben von Reisenden, die bereit sind, bis zu 34.000 US‑Dollar für einen Inlandsflug zu zahlen, nur um dem Chaos zu entkommen. Brancheninsider sehen in der explodierenden Nachfrage ein direktes Echo jenes Privatjet‑Goldrauschs, der auf dem Höhepunkt der Covid‑19‑Pandemie einsetzte.


















