Nike löst adidas ab: Neuer UEFA-Spielball-Deal ab 2027/28
Nike peilt ab der Saison 2027/28 die UEFA Champions League, Europa League und Conference League an – und will adidas als offiziellen Spielball-Ausrüster ablösen.
Kurzüberblick
- Exklusive Verhandlungen, um adidas ab 2027 als offiziellen Spielballausrüster für die UEFA-Klubwettbewerbe der Männer abzulösen
- Prognostizierte Verdoppelung des Sponsoringwerts auf über 40 Millionen Euro jährlich in Champions League, Europa League und Conference League
- Zielt darauf ab, die Dominanz in der Fußballkategorie und die Markenpräsenz im Vorfeld der WM 2026 zu stärken – vor dem Hintergrund einer zuletzt schwächeren Börsenperformance
Nike steht kurz davor, sich eine richtungsweisende Partnerschaft zu sichern und offizieller Spielballausrüster für alle UEFA-Klubwettbewerbe der Männer zu werden. Dieser historische Schritt markiert das Ende einer 25-jährigen Ära, die bislang vom Rivalen adidas geprägt war. Ermöglicht wird der geplante Vierjahresvertrag durch das Joint Venture von UEFA und European Club Association, bekannt als UC3, und folgt auf ein äußerst kompetitives Ausschreibungsverfahren, das gezielt auf maximale kommerzielle Erlöse ausgerichtet war. Der Start unter dem neuen Banner ist zur Saison 2027/28 vorgesehen.
Die umfassende Vereinbarung erstreckt sich über Champions League, Europa League und Conference League und bündelt die Spielballrechte damit unter einer einheitlichen Markenidentität. Für den Swoosh ist diese Präsenz auf dem Spielfeld ein wesentlicher strategischer Triumph unter der Führung von CEO Elliott Hill. Der Schritt knüpft direkt an den jüngst viel beachteten Erfolg an, mit dem die Marke adidas als Hauptausrüster des Deutschen Fußball-Bunds abgelöst hat.
Die Zentralisierung der prestigeträchtigsten europäischen Klubwettbewerbe bildet einen Eckpfeiler einer umfassenden Unternehmensstrategie, mit der der Konzern seine dominante Marktposition im globalen Sportswear-Segment zurückerobern will. Der amerikanische Gigant steuert entschlossen durch erheblichen finanziellen Druck und einen Aktienkurs auf Elfjahrestief, wodurch Deals mit maximaler Sichtbarkeit für die langfristige Stabilisierung entscheidend werden. Die Dominanz in den Übertragungen der Champions League verschafft dabei kulturelles Kapital und eine globale Reichweite, die ihresgleichen sucht.
Auch wenn adidas das bevorstehende Ende der historischen Partnerschaft inzwischen offiziell bestätigt hat, wird die deutsche Marke die Champions League noch bis zum Abschluss des Zyklus 2026/27 mit Spielbällen ausstatten. Dieser Übergangszeitraum verschafft Nike eine enorme Anlaufphase für globale Sichtbarkeit – unmittelbar vor, während und nach der mit Spannung erwarteten WM 2026. Die Präsenz auf der UEFA-Bühne wird damit zur erstklassigen, hochkarätigen Plattform für wegweisende Produktinnovationen und kraftvolles Brand Storytelling in einer entscheidenden Phase des Turnarounds.



















