Diese Woche in Miami steigt McLaren offiziell in die Golfwelt ein. Das allein lässt aufhorchen. Noch überraschender ist jedoch, wie das Ganze umgesetzt wird. Statt mit Apparel oder Lizenzdeals zu starten, präsentiert die Marke zwei Eisen-Sets – der Auftakt zu einem umfassenderen Vorstoß in den Sport.
Inszeniert als Erweiterung ihrer Engineering-DNA, fußt die Entscheidung auf einer zukunftsorientierten Idee: eine Motorsport-Mentalität auf eine Kategorie anzuwenden, die sich normalerweise deutlich langsamer entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei Metal Injection Molding, ein Fertigungsverfahren, das in der Golfindustrie bislang kaum in großem Maßstab genutzt wird. Das Versprechen: mehr Kontrolle über den Aufbau jedes einzelnen Schlägers und weniger Einschränkungen bei der Gewichtsverteilung als beim klassischen Schmieden oder Gießen.
Dieses Projekt ist nicht über Nacht entstanden. Justin Rose war fast zwei Jahre lang involviert, testete Prototypen und half, das finale Produkt zu formen. An seiner Seite steigen Michelle Wie West und Ian Poulter sowohl als Botschafter als auch als Investoren ein.
Das Debüt umfasst zwei Modelle: die Series 1, positioniert als moderner Tour-Muscle-Back, und die Series 3, ein fehlertoleranteres Players-Distance-Modell. Beide sollen sich gegenseitig ergänzen und folgen denselben Prinzipien von Präzision und Kontrolle. Auch das Timing ist bemerkenswert: Mit dem Miami Grand Prix und einem PGA-TOUR-Stopp am selben Wochenende fällt McLarens Einstieg in den Golfsport in einen Moment, in dem sich die Aufmerksamkeit der Sportwelt bündelt.
Beide Eisen-Modelle kosten 350 US-Dollar und sind erhältlich über mclarengolf.com sowie bei Custom-Fitting-Händlern.