Coachella 2026: Auch ein Paradies für Kunst
Angeführt von Sabine Marcelis’ labyrinthischer Installation in Sonnenuntergangsfarben wird die diesjährige Kunstlinie zur perfekten Auszeit zwischen den Bühnen.
Zusammenfassung
- Public Art Company zeigt neue Installationen auf dem Coachella von Sabine Marcelis, Kyriakos Chatziparaskevas und der Los Angeles Design Group.
- Über die gesamte Festivaldauer hinweg reagieren die Arbeiten unmittelbar auf die Energie und Atmosphäre der Wüste und schaffen Inseln der Ruhe und Reflexion für die Besucher:innen.
Es ist wieder soweit – Coachella liegt in der Luft. Zusätzlich zu den spektakulären Shows und Performances des ersten Wochenendes kehrt Public Art Company (PAC) als diesjähriger Kunstpartner zurück und „pflanzt“ eine neue Generation immersiver Installationen auf dem Festivalgelände in Indio.
Kuratiert von PAC‑Gründer Raffi Lehrer und Paul Clemente, dem Art Director von Goldenvoice, ist das diesjährige Outdoor‑Ensemble als direkte Antwort auf die unmittelbare Umgebung entstanden: Es fängt das wechselnde Licht und die Energien der Wüste ein und schenkt den zwischen den Bühnen wandernden Besucher:innen Momente der Stille, des Spiels und des Staunens.
„Was sie eint, ist eine gemeinsame Großzügigkeit; jedes Werk ist dafür geschaffen, betreten, unter ihm gesessen, durchschritten und wirklich gefühlt zu werden“, so Lehrer. „Wir kuratieren für den Körper genauso sehr wie für das Auge.“
Headliner des diesjährigen Programms ist ein aufblasbares Labyrinth der niederländischen Designerin Sabine Marcelis, flankiert von den zwölf Meter hohen, gefalteten „Kakteen“ des in London ansässigen Architekten Kyriakos Chatziparaskevas und einem brutalistischen, totemhaften Turm der Los Angeles Design Group (LADG). Lesen Sie weiter und entdecken Sie den Art Playground auf dem Coachella 2026.
„Maze“
Inspiriert von den natürlichen Konturen des Coachella Valley greift Marcelis’ „Maze“ ihre Liebe zu Licht, Sinnlichkeit und natürlich kräftigen Farbtönen auf. Weiche, canyonartige PVC‑Formen steigen und fallen und schaffen kühle Nischen für Kontemplation inmitten einer warmen Ombre‑Landschaft. Tagsüber „[erscheint] das Werk dem Auge wie eine Fata Morgana in der Wüste“ und filtert Licht und Klang. Wenn die Sonne untergeht, verwandelt es sich in eine leuchtende Oase, die von innen heraus strahlt.
„Starry Eyes“
Chatziparaskevas hebt den Kugelkaktus, eine dornige, in der Region beheimatete Pflanze, auf eine neue Ebene. „Starry Eyes“ erscheint als hoch aufragende Ansammlung gefalteter Formen. Besucher:innen können die Installation am Fuß der „Kakteen“ betreten, wo Farbwellen zugleich als schattige Rastplätze dienen.
„Visage Brut“
Die LADG unter der Leitung von Andrew Holder und Claus Benjamin Freyinger und die auf rechnergestützte Bauweisen spezialisierte Gruppe Stud-IO Construction tun sich für einen hoch aufragenden Turm aus geometrischen Boxen zusammen. Das Duo beschreibt jede Box als „kurz davor, ihre strukturelle Integrität zu verlieren“ – Formen werden geschnitten, verzogen, gefaltet und gerollt, jede gekrönt von einem Stapel anthropomorpher Figuren. Die Arbeit knüpft an die Erforschung von Stadtgeschichte und -formen der Gruppe an und mündet in eine skulpturale Masse, die sich mit dem Übergang vom Tag zur Dämmerung in ein filigranes Gitterwerk verwandelt.
Sie sind an Wochenende 2 vor Ort? Die Installationen der Public Art Company sind vom 17. bis 19. April rund um das Festival zu sehen.



















