Zusammenfassung
- Bei Watches and Wonders 2026 enthüllt Cartier die Crash Skeleton und die Santos-Dumont mit Obsidian-Zifferblatt.
- Der Roadster kehrt zurück – gemeinsam mit der Baignoire Clou de Paris und der flamboyanten Myst de Cartier.
- Diese Neuheiten verbinden High-Jewelry-Kunsthandwerk mit außergewöhnlichen, technisch anspruchsvollen Formkalibern.
Als „Watchmaker of Shapes“ geht Cartiers Kollektion für Watches & Wonders 2026 weit über bloßes Zeitmessen hinaus und legt die Essenz ihres Savoir-faire frei. Von der Wiederbelebung hochoktaniger Legenden wie dem Roadster bis zur technischen Verzerrung der Crash stellt sich Cartier immer wieder neu der Herausforderung, Form und Funktion zu verschmelzen. Das diesjährige Repertoire ist eine meisterhafte Orchestrierung von über hundert Disziplinen, vereint in der Schweizer Manufaktur der Maison, wo das Auge des Juweliers und die Hand des Uhrmachers zusammenfinden.
Cartier Privé Crash Skeleton in Platin
Die Cartier-Privé-Kollektion widmet ihre 10. Edition der legendären Crash – einem Entwurf aus dem Jahr 1967, der bis heute eine unangefochtene Ikone asymmetrischer Gestaltung bleibt. Das Kultdesign wird als skelettierte Platinversion neu interpretiert, die verzerrter wirkt denn je, als hätte die Krone selbst das Werk in das unregelmäßige Gehäuse hinabgezogen. Ihr mechanisches Herz ist das Manufakturkaliber 1967 MC, ein von Hand aufzuziehendes technisches Meisterstück aus 142 Komponenten, das eigens entwickelt wurde, um mit der einzigartigen, scheinbar schmelzenden Ästhetik der Uhr zu harmonieren.
Die kunsthandwerkliche Raffinesse zeigt sich vor allem in den Brücken des Werks, die akribisch zu römischen Ziffern geformt und von Hand gehämmert werden. Limitiert auf 150 nummerierte Exemplare, erfordert jede Uhr fast zwei Stunden hochpräziser Dekorationsarbeit, sodass die beweglichen Teile eins werden mit der charakteristischen Ästhetik des Zifferblatts. Diese Konstruktion, ein patentiertes Cartier-Signaturmerkmal, stellt sicher, dass die Technik ganz im Dienste der flamboyanten Silhouette der Uhr steht.
Santos-Dumont Uhr in Gelbgold mit Obsidian-Zifferblatt
Die Santos-Dumont, ein großer Klassiker der Designwelt, wird für 2026 mit Vintage-Akzenten neu interpretiert, die das innovative Erbe der Maison unterstreichen. Herzstück dieser neuen Version ist ein Zifferblatt aus vergoldetem Obsidian, einem mexikanischen Vulkangestein, das durch irisierende Reflexe besticht, die von mikroskopisch kleinen, im Material eingeschlossenen Luftbläschen erzeugt werden. Mit einer Tiefe von nur 0,3 mm ist der Stein so empfindlich wie Glas und stellt für die Kunsthandwerker der Cartier-Manufaktur eine erhebliche materielle Herausforderung dar.
Ergänzt wird das irisierende Zifferblatt durch ein neues Armband aus Gelbgold, das beeindruckende Finesse mit extremer Flexibilität vereint. Inspiriert von den ersten maßgefertigten Metallarmbändern der Maison aus den 1920er-Jahren, zeichnet sich diese moderne Interpretation durch ultraflache Glieder von 1,15 mm aus. Jeder Abschnitt besteht aus vier Reihen von Gliedern – insgesamt 394 Elemente, die in der Schweiz gefertigt, veredelt und zusammengesetzt wurden, um sich mit unendlicher Zartheit an die Haut zu schmiegen.
Cartier Baignoire in Gelbgold
Die Baignoire-Uhr durchläuft in diesem Jahr eine rhythmische Metamorphose und wird mit dem Clou-de-Paris-Motiv veredelt – einem Signatur-Element des Cartier-Vokabulars seit den frühen 1920er-Jahren. In monochromem Gelbgold ausgeführt, verleiht dieses Motiv den geschwungenen Volumen der Uhr architektonische Struktur und schafft eine nahtlose ästhetische Kontinuität zwischen Zifferblatt und Armband. Um die Homogenität der Form zu bewahren, wird das Gold mit besonderem Know-how geformt, während die Proportionen gezielt neu gestaltet wurden, damit die Drücker harmonisch in die Kurve des Stücks übergehen.
Getreu Cartiers Juwelierstradition wird die Uhr vollständig von Hand poliert, um ihre Brillanz zu enthüllen, ohne die scharfen Reliefs des Goldes abzutragen. Das Design wird durch eine wahre Meisterklasse der Fassungskunst weiter veredelt: 100 Brillantschliff-Diamanten sind im Schneebesatz über das Zifferblatt verteilt. Ihnen stehen umgekehrt gefasste Pavillon-Diamanten im Gehäuse gegenüber, die ein raffiniertes Lichtspiel erzeugen und die skulpturale Präsenz der Uhr noch verstärken.
Myst de Cartier Uhr in Gelbgold
Im Spiel mit Geheimnis und Volumen feiert die Myst de Cartier die historische Verbindung zwischen High Jewelry und Uhrmacherkunst der Maison. Geprägt von alternierenden Kurven und einem gewölbten Glas, präsentiert die Uhr ein geometrisches Pavé-Zifferblatt, das von einer feinen Onyx-Einfassung und einem einzelnen dreieckigen Stundenindex gerahmt wird. Diese markante Symmetrie wird durch von Hand aufgetragene schwarze Lackpunkte verstärkt, die von den Meisterhandwerkern der Maison des Métiers d’Art in der Schweiz einzeln gesetzt werden und den skulpturalen, flamboyanten Stil heraufbeschwören, den Jeanne Toussaint in den 1930er-Jahren prägte.
Der technischen Komplexität der Myst entspricht ihre Fassungskunst: 112 Arbeitsstunden sind nötig, um eine einzigartige Architektur zu schaffen, in der Steine unterschiedlicher Größe räumliche Tiefe erzeugen. Dank umfangreicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist die Uhr auf ein elastisches, verschlussloses Band aufgezogen, sodass die kostbaren, lackierten Partien mühelos über das Handgelenk gleiten. Diese Kreation ist ein eindrucksvolles Zeugnis für Cartiers Fähigkeit, industrielle Zwänge in flamboyante Designobjekte zu verwandeln.
Cartier Roadster
Nach seiner ursprünglichen Lancierung im Jahr 2002 feiert der Roadster nun sein großes Comeback in der Uhrenszene – mit geschärften Linien und neu definierten Proportionen. Inspiriert von den markanten Codes mechanischer Rumpfkonstruktionen und des Automobildesigns konzentriert sich das neue Modell auf ergonomische Form, ohne seine ikonische, stromlinienförmige Silhouette zu verändern. Diese Harmonie entsteht durch eine Lünette und ein Gehäuse, die Krone und Lupe perfekt in ein geschlossenes Ganzes integrieren. Je nach Modellgröße wird der Roadster entweder vom Automatikkaliber 1847 MC (large) oder vom 1899 MC (medium) angetrieben und verkörpert so den ausgewogenen Ansatz der Maison zwischen Mechanik und Ästhetik.