Spotify Taste Profile: Premium-Nutzer:innen können ihre Empfehlungen jetzt selbst bearbeiten
Premium-Abonnent:innen bekommen ein smartes Dashboard im Chat-Stil, mit dem sie verzerrte Hördaten korrigieren und Playlists in Echtzeit feintunen können.
Kurzfassung
- Spotify testet ein neues Feature namens Taste Profile, mit dem Nutzer:innen den Algorithmus hinter ihrem täglichen Mix ganz direkt feinjustieren können.
- Premium-Abonnent:innen können mithilfe von Eingaben in natürlicher Sprache ihren Feed kuratieren und der App genau vorgeben, was sie häufiger ausgespielt haben möchten – und was vorerst auf Pause gehen soll.
- Auf der SXSW vorgestellt, wird das Tool derzeit als Beta-Version für Hörer:innen in Neuseeland ausgerollt – als Vorgeschmack auf den globalen Launch.
Spotify lüftet endlich den Vorhang vor seiner streng gehüteten Recommendation Engine – mit dem neuen Feature Taste Profile. Das Update erlaubt Hörer:innen, das algorithmische Modell, das ihren täglichen Mix bestimmt, direkt einzusehen und zu bearbeiten. Vorgestellt von Spotify-Co-CEO Gustav Söderström auf der SXSW-Konferenz, bündelt das Tool deine Hörgewohnheiten über Musik, Podcasts und Hörbücher hinweg in einem einzigen, übersichtlichen Dashboard. Anstatt sich von passiven Nutzungsdaten fremdsteuern zu lassen, können Abonnent:innen nun aktiv eingreifen und die App korrigieren, wenn ihre automatisierten Vorschläge danebenliegen.
Das Feature nimmt sich eines altbekannten Problems an: Algorithmen, die durch geteilte Accounts oder nächtliche Ambient-Loops völlig aus dem Ruder laufen. Über ein dialogorientiertes Textfeld können Nutzer:innen Eingaben in natürlicher Sprache machen und ihre Empfehlungen gezielt steuern. Die App soll aufhören, Kinderlieder zu pushen? Du brauchst eine stärkere Dosis High-Energy-Hip-Hop fürs Gym? Einfach eintippen. Das System trainiert seine Modelle sofort neu, passt sich deinem aktuellen Vibe an und aktualisiert die Startseite in Echtzeit.
Taste Profile wird offiziell in einer Beta-Version für Spotify-Premium-Abonnent:innen in Neuseeland ausgerollt. Auch wenn der Streaming-Gigant das globale Releasedatum noch unter Verschluss hält, markiert das Update einen radikalen Wandel in der digitalen Kuration – weg von intransparenten, maschinell gesteuerten Playlists hin zu einer klaren, von Nutzer:innen kontrollierten Personalisierung.



















