Zusammenfassung
- Sony AI entwickelt ein Tool namens „Protective AI“, das generative Modelle daran hindern soll, urheberrechtsverletzende Inhalte zu erstellen.
- Das System wird mit urheberrechtlich geschütztem Material wie Filmen von Studio Ghibli trainiert, damit es genau lernt, welche Inhalte es bei der Generierung vermeiden muss.
- Sony hofft außerdem, dass das Tool die Urheberschaft nachverfolgen kann, um sicherzustellen, dass die ursprünglichen Kreativen fair für ihre Arbeit entlohnt werden.
Sonys Forschungs- und Entwicklungsabteilung, Sony AI, entwickelt derzeit eine neue Technologie mit dem Namen „Protective AI“, die darauf abzielt, Urheberrechtsverletzungen in KI-generierten Medien einzudämmen. Erstmals von The Nikkei berichtet, ist das Tool speziell dafür konzipiert, KI-Modelle daran zu hindern, unautorisierte Imitationen bestehender geistiger Werke zu erzeugen – etwa Videos oder Musik, die den unverwechselbaren Stil von Studio Ghibli nachahmen. Um das zu erreichen, wählt Sony einen auf den ersten Blick ungewöhnlichen Ansatz und speist bewusst urheberrechtlich geschützte Daten direkt in das System ein, sodass das Modell diese speziellen Stile erkennt und konsequent meidet – selbst dann, wenn Nutzerinnen und Nutzer versuchen, die Beschränkungen mit indirekten Eingaben zu umgehen.
Über das bloße Blockieren plagiierten Materials hinaus wird Protective AI auch entwickelt, um die anhaltenden Sorgen rund um die Vergütung von Künstlerinnen und Künstlern aufzugreifen. Sony plant, die zugrunde liegende Tracking-Technologie zu nutzen, um zu erkennen, wann das Originalwerk von Kreativen zu einem KI-generierten Ergebnis beigetragen hat. Zwar befindet sich das Tool noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase, ohne festen Zeitplan für den internen Einsatz, doch die Initiative könnte langfristig den Weg für ein faires Vergütungsmodell über Sonys umfangreiches Portfolio an Games, Musik, Filmen und Anime ebnen.