OpenAI stellt Sora-Videoplattform ein – 1-Milliarden-Dollar-Deal mit Disney platzt
OpenAI zieht den Stecker bei seiner generativen Video-App Sora und beendet damit eine milliardenschwere Lizenz- und Investitionspartnerschaft mit Disney.
Zusammenfassung
- OpenAI hat offiziell die Einstellung seiner generativen KI-Videoplattform mit dem Namen Sora bekannt gegeben.
- Die plötzliche Abschaltung erfolgt nur drei Monate, nachdem sich das Unternehmen einen umfangreichen Lizenz- und Investitionsdeal mit Disney gesichert hat.
- Disney hat ein Statement veröffentlicht, in dem die Entscheidung respektiert und gleichzeitig das anhaltende Bekenntnis betont wird, neue Technologien verantwortungsvoll zu erkunden.
Als einschneidender Moment für die Welt der generativen KI hat OpenAI offiziell den Stecker bei der viel beachteten Videoplattform Sora gezogen. Die überraschende Ankündigung kommt nur drei Monate, nachdem das KI-Unternehmen einen bahnbrechenden Lizenzvertrag und ein Investitionspaket in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar mit dem Entertainment-Giganten Disney unterzeichnet hatte.
Laut offiziellen Verlautbarungen stellt OpenAI sämtliche Arbeiten an seinem Sora-Video-Modell ein – einschließlich der eigenständigen Consumer-App, der Developer-API und aller zugehörigen Videofunktionen. Das Unternehmen bestätigte die Entscheidung über Social Media, bedankte sich bei Early Adopters und Creators und kündigte weitere Informationen dazu an, wie Nutzer ihre generierten Inhalte sichern können, bevor die Plattform endgültig vom Netz geht. Mit diesem abrupten Schritt wird auch die heiß erwartete Disney-Partnerschaft faktisch beendet, die vorsah, mehr als 200 beliebte Figuren aus Disney, Marvel, Pixar und Star Wars in nutzergenerierte Videos zu integrieren.
„Wir verabschieden uns von Sora. An alle, die mit Sora kreiert, es geteilt und eine Community darum aufgebaut haben: Danke. Was ihr mit Sora geschaffen habt, war wichtig, und wir wissen, dass diese Nachricht enttäuschend ist“, teilte OpenAI mit. „Schon bald werden wir mehr mitteilen, darunter Zeitpläne für App und API sowie Details dazu, wie ihr eure Arbeiten bewahren könnt.“
Als Reaktion auf den Strategiewechsel hat Disney die aufgelöste Partnerschaft offiziell kommentiert und dabei den gegenseitigen Respekt für OpenAIs Entscheidung betont, aus dem Geschäft mit der Videogenerierung auszusteigen und die internen Prioritäten neu zu setzen. „Während sich das noch junge KI-Feld rasant entwickelt, respektieren wir OpenAIs Entscheidung, das Geschäft mit der Videogenerierung zu verlassen und seine Prioritäten anders zu setzen“, erklärte der Unterhaltungskonzern gegenüber Variety. „Wir schätzen die konstruktive Zusammenarbeit zwischen unseren Teams und das, was wir daraus gelernt haben, und wir werden weiterhin mit KI-Plattformen zusammenarbeiten, um neue Wege zu finden, Fans dort abzuholen, wo sie sind – und dabei neue Technologien verantwortungsvoll zu nutzen, die geistiges Eigentum und die Rechte von Kreativen respektieren.“


















