Nettspend meistert seinen neuen globalen Ruhm auf „early life crisis“
Zwischen Mainstream und Underground, Adoleszenz und Erwachsensein: Auf 21 Tracks sprengt „early life crisis“ alle Grenzen.
Mit gerade einmal 18 Jahren befindet sich Nettspend in einer ziemlich außergewöhnlichen Position. Anfangs trug er das strikte „Underground“-Label, im Grunde gefangen in seinem Internet-Ära-geprägten IYKYK-Sound und genau diesem Image – doch der Teenager-Rapper ist in Rekordzeit in den Mainstream der Musikszene katapultiert. Für seine Moves im Post-SoundCloud-Kosmos weiterhin gefeiert, hat er sich mit einer wachsenden Diskografie, geprägt von verzerrter Produktion, übersteuerten Beats und einer für sein Alter beeindruckenden Braggadocio, seine ganz eigene Lane zementiert. So steht der junge Musiker immer wieder im Zentrum prägender Zeitgeist-Momente, sprengt seine Gen-Z-Leitplanken und arbeitet sich auf dem globalen kulturellen Radar immer weiter nach oben.
Nettspends neuester Longform-Release – treffend betiteltearly life crisis– ist eine schonungslose Bestandsaufnahme seiner besonderen Situation. Wie die Grenzen zwischen Mainstream und Underground verschwimmen hier auch die Linien zwischen Erwachsensein und Adoleszenz über das gesamte 21-Track-Projekt hinweg – aufmerksam beäugt von allen Altersgruppen und allen Ecken der Musikindustrie.
Letzte Woche sollte Nettspendeigentlichdas Album droppen. Der 27. Februar war als ursprüngliches Release-Datum angesetzt, und alle Augen waren auf ihn gerichtet. Nett warf den Plan über den Haufen, verschob das Album um eine weitere Woche und lief stattdessen in Demnas Debütshow für Gucci in Paris über den Laufsteg. Alle Augen warenimmer nochauf ihn gerichtet – sein Auftritt auf dem Runway hat die Vorfreude auf das Release letztlich nur weiter angeheizt und noch mehr Aufmerksamkeit auf die Platte gelenkt.
Ein klares Level-up im Vergleich zu seinem 2024er ProjektBAD ASS F*CKING KID,early life crisiszeigt Nett, wie er seine Verzerrung etwas feiner austariert, produktionstechnisch mehr Risiken eingeht und auf deutlich introspektiveren Tracks als bisher das gesamte Spektrum seiner Emotionen auslotet. Features kommen von seinen Underground-meets-Mainstream-Titanen OsamaSon und YoungBoy Never Broke Again, die jeweils zu „pain talk“ und „masked up“ beitragen.
1. you ready?
2. ce
3. pain talk ft. OsamaSon
4. crack
5. still standing
6. who tf is u
7. trap house 2016
8. masked up ft. YoungBoy Never Broke Again
9. stab
10. halftime
11. meet me in richmond
12. no sleep
13. <3 me
14. paris hilton
15. sick
16. cross em out
17. shades on
18. plan b
19. make it bleed
20. hey, hello
21. lil Bieber
Streamtearly life crisis, jetzt überall zu hören.


















