Raptors holen Chris Paul: Dreiteam-Trade als Salary-Cap-Schachzug
Toronto rutscht dank eines Trades mit Clippers und Nets unter die Luxury-Tax-Grenze – Routinier Chris Paul soll dennoch nicht beim Team aufschlagen.
Zusammenfassung
- Die Toronto Raptors haben den zwölfmaligen All-Star Chris Paul im Rahmen eines Drei-Team-Trades von den Los Angeles Clippers verpflichtet, an dem auch die Brooklyn Nets beteiligt sind.
- Um den Deal einzufädeln, schickte Toronto Forward Ochai Agbaji, einen Zweitrundenpick im Draft 2032 sowie finanzielle Ausgleichszahlungen nach Brooklyn.
- Der Schritt ist in erster Linie eine finanzielle Strategie der Raptors und ermöglicht der Franchise, für die Saison 2025/26 unter die Luxury-Tax-Grenze der NBA zu rutschen.
Im Detail gaben die Raptors Guard Ochai Agbaji in seinem dritten Jahr zusammen mit einem Zweitrundenpick im Draft 2032 sowie Bargeld an die Brooklyn Nets ab. Im Gegenzug übernahmen sie Chris Pauls Gehalt in Höhe von 3,3 Millionen US-Dollar, was in Kombination mit dem Abgang von Agbajis Vertrag das Team erfolgreich unter die Luxury-Tax-Grenze der Liga von 187,9 Millionen US-Dollar brachte. Für die Los Angeles Clippers beendet der Trade eine angespannte, zweimonatige Patt-Situation mit Paul, der nach einem angeblichen Konflikt über den Führungsstil mit Head Coach Tyronn Lue quasi vom Team „verbannt“ worden war. Mit dem Abgang von Paul schaffen die Clippers einen freien Rosterplatz und sparen insgesamt rund 7 Millionen US-Dollar an Strafzahlungen.
Die Nets gehen als klarer Entwicklungssieger dieses Swaps hervor und sichern sich den 25-jährigen Agbaji. Trotz einer Wurfkrise Anfang 2026 bleibt er ein vielversprechender Wing, der perfekt in Brooklyns langfristigen Rebuild-Plan passt. Für die Raptors war die Trennung von Agbaji der notwendige Preis für mehr finanzielle Flexibilität; das Team liegt aktuell mit einer Bilanz von 30:21 auf Rang vier der Eastern Conference und könnte den neu freien Kaderplatz nutzen, um G-League-Überflieger wie Alijah Martin oder A.J. Lawson mit einem festen NBA-Vertrag auszustatten.
Für Chris Paul schlägt dieser Trade eine Art Übergangskapitel auf dem Weg zum Finale seiner glanzvollen 21-jährigen Karriere auf. Der „Point God“ hat seit dem 1. Dezember 2025 kein Spiel mehr bestritten und ist de facto bereits Free Agent – wenn auch noch nicht offiziell. Liga-Insider berichten, dass ein Buyout das wahrscheinlichste Szenario ist, falls es den Raptors nicht gelingt, seinen Vertrag bis zur Deadline am Donnerstag um 15 Uhr ET weiterzutraden. Damit könnte Paul bei einem Titelanwärter für einen letzten Playoff-Run unterschreiben; die New Orleans Pelicans und die Dallas Mavericks werden immer wieder als potenzielle Ziele für den legendären Floor General gehandelt. Die Toronto Raptors empfangen am Donnerstagabend die Chicago Bulls, während Chris Pauls Zukunft weiterhin Gegenstand intensiver Spekulationen bleibt, je näher die Trade-Deadline rückt.



















