Die allererste Einzelausstellung der niederländischen Designerin Sabine Marcelis hat soeben in Zürich eröffnet und bietet den bisher umfassendsten Überblick über ihr Schaffen.
Unter dem Titel „Sabine Marcelis – Light and Color“ verfolgt die Schau das Schaffen von Marcelis von der Eröffnung ihres Studios im Jahr 2011 bis heute. Wie der Titel bereits andeutet, wird in der gesamten Ausstellung ihr konsequenter Fokus auf Licht und Farbe beleuchtet. Dabei können die Besucherinnen und Besucher mehr über ihre Arbeitsprozesse erfahren und die Werke aus nächster Nähe betrachten.
„Ich wollte nicht, dass diese Ausstellung ein Archiv vergangener Projekte ist, sondern vielmehr einen Einblick bietet, wie ich arbeite und wie wir in meinem Studio mit Licht, Material und Farbe spielen“, so Sabine Marcelis, die nach ihrem Abschluss an der Design Academy Eindhoven im Jahr 2011 heute in Rotterdam lebt und arbeitet.
Mit dem Fokus auf die Gegenwart ließ Marcelis ihre Zusammenarbeit mit dem britischen Lavalampen-Hersteller Mathmos wieder aufleben, um eine ortsspezifische Installation zu kreieren. Diese präsentiert extragroße, deckenhohe Lavalampen in einem verspiegelten Raum.
Und obwohl es sich nicht um eine klassische Archiv-Ausstellung handelt, sind auch frühere Werke zu sehen. Ihre berühmte „Candy Cube“-Serie (die 2014 ihr Debüt feierte) wird ebenso gezeigt wie das Werk Tall Stripe aus dem Jahr 2013.
Die Szenografie wurde von der Designerin und ihrem Studio selbst entwickelt und setzt das Licht natürlich meisterhaft ein, um die Materialität der Werke gekonnt zu unterstreichen. In einem Bereich hat sie einen Lichttunnel geschaffen, der Stücke aus ihrer IKEA VARMBLIXT-Kollektion zeigt.
Die Einzelausstellung von Marcelis im Museum für Gestaltung Zürich knüpft an vorangegangene Ausstellungen mit Jasper Morrison (2016), Formafantasma (2022) und Tatiana Bilbao (2024) an. Sie wird noch bis zum 4. April 2027 zu sehen sein.