Zusammenfassung
HBO und DC Studios entwickeln eine Realverfilmungsserie rund um „Poison Ivy“, wobei Lauren LeFranc als Produzentin im Gespräch ist.
Das Projekt ist Berichten zufolge unabhängig von Matt Reeves’ „Batman“-Universum und unterscheidet sich damit von LeFrancs Arbeit an „The Penguin“.
Die Serie wäre das erste Mal, dass die klassische Batman-Schurkin ihre eigene Fernsehserie anführt.
Eine eigene Serie über Poison Ivy befindet sich bei HBO und den DC Studios in der frühen Entwicklungsphase, wobei The Penguin-Schöpferin und Showrunnerin Lauren LeFranc für die Produktion im Gespräch ist. Deadline berichtete zuerst über das Projekt, das The Hollywood Reporter inzwischen bestätigte. Bislang stehen weder Autor:innen noch der Cast fest, und HBO lehnte einen Kommentar zu der Serie ab.
Das bemerkenswerteste Detail ist jedoch, wo die Serie nicht spielen wird. Im Gegensatz zu The Penguin wird die neue Serie Berichten zufolge losgelöst von Matt Reeves’ Batman-Universum stattfinden. Das heißt, es wird keine Überschneidungen mit den „The Batman“-Filmen oder mit Colin Farrells Oz Cobb geben. Diese Trennung verschafft dem Projekt den nötigen Raum, um eine völlig eigene Vision von Gotham zu kreieren – auch wenn in diesem frühen Stadium noch unklar ist, wie sie sich in das breitere Portfolio der DC Studios einfügen wird.
LeFranc bringt bereits eine beeindruckende Erfolgsbilanz in der Stadt mit. The Penguin feierte 2024 Premiere – mit herausragenden Quoten und viel Lob von den Kritiker:innen. Colin Farrell kehrte dafür unter massiven Prothesen in seiner Rolle aus The Batman zurück, während Reeves als Executive Producer fungierte. Bei den Emmys 2025 räumte die Serie gleich neun Auszeichnungen ab und zementierte LeFrancs Ruf als eine der wichtigsten treibenden Kräfte in DCs aktueller TV-Offensive.
Auf dem Papier ist Poison Ivy die Botanikerin Dr. Pamela Isley, die die Fähigkeit erlangt, die Pflanzenwelt zu kontrollieren – eine Gabe, die sie für einen Öko-Terrorfeldzug quer durch Gotham nutzt. Ihr Debüt feierte sie 1966 in den DC-Comics („Batman #181“ von Autor Robert Kanigher und Zeichner Sheldon Moldoff) und etablierte sich schnell als eine der markantesten Widersacherinnen von Batman. Ihre Geschichte auf dem Bildschirm ist lang, aber eher lückenhaft. Uma Thurman brachte die Figur 1997 in Joel Schumachers „Batman & Robin“ auf die Leinwand und lieferte eine herrlich exzentrische Performance, die bis heute zu den unvergesslichsten Momenten des Films zählt. Im Animationsbereich ist Ivy längst eine feste Größe: Sie glänzte in Batman: The Animated Series, Batman: The Brave and the Bold sowie in der für Erwachsene konzipierten Serie Harley Quinn, in der ihre romantische Beziehung zur Titelheldin im Mittelpunkt stand. Auch im Live-Action-TV war sie mit Auftritten in „Gotham“ und „Batwoman“ bereits präsent. Trotz dieser Historie stand sie noch nie im Zentrum ihrer eigenen Serie. Das macht das HBO-Projekt zu einer echten Premiere für eine der legendärsten Schurkinnen von DC.
Weitere Details folgen in Kürze.