Cure Nailhouse von Duett Interiors: teils Salon, teils Galerie
Im historischen Arts District von Detroit gelegen, vereint der Raum avantgardistischen Industrial-Chic mit ritualisierter, intimer Privatsphäre.
Zusammenfassung
- Cure Nailhouse im Sugar Hill Arts District von Detroit verbindet galerieartigen Minimalismus mit edlen Materialien und sinnlichen Texturen.
- Zu den markanten Zonen gehören eine Bar in sattem Cabernet-Ton, avantgardistische Plopp-Hocker und eine skulpturale Nische für die Wascheinheiten.
Im historischen Sugar Hill Arts District von Detroit gelegen,Cure Nailhouse ist ein multifunktionaler Space, entworfen vonTiffany Thompson vonDuett Interiors in Zusammenarbeit mit Gründerin und Nail-ArtistCyndia Robinson. Das Interior distanziert sich bewusst von der Optik eines klassischen Schönheitssalons und inszeniert stattdessen einen cleanen, galerieartigen Minimalismus im Dialog mit einer opulenten Vielfalt an Materialien und Texturen. Im Fokus steht eine Palette aus Chrom, Blaugrau und tiefen Rottönen – man denkt an tiefes Merlot und Cabernet –, wodurch der Raum eher wie eine stylishe Bar wirkt als wie ein Salon.
Getragen wird der Raum von klar definierten, charakterstarken Zonen, etwa dem „Bar“-Bereich, der in einem Cabernet-farbenenFarrow & Ball-Farbton gehalten ist und mit kubischen Fächern für Glaswaren und Keramikgefäße ausgestattet wurde. Für eine Prise avantgardistischen Industrial-Chic integrierte Thompson glänzende, wie aufgebläht wirkende Metallhocker des Modells Plopp vonZieta Studio, die sich im hochglänzenden Betonboden spiegeln.
Ein weiteres Highlight ist die Wascheinheit „The Interlude“, bei der Handwaschbecken in einer maßgefertigten, geschwungenen Nische stehen, die von einer skulpturalen, ausbalancierten Pendelleuchte von Ladies & Gentlemen Studio in Szene gesetzt wird. Der Studio-Bereich, in dem die meisten Treatments stattfinden, bietet maßgefertigte Stationen in blau gekalkter Optik, die sich abends in intime Cocktailtische für Events verwandeln.
Das „Galerie“-Konzept wird durch unerwartete archivarische und künstlerische Elemente vertieft, etwa schmale, raumhohe Leisten, auf denen eine Auswahl an Magazinen präsentiert wird. Im Soak Room, der für Pediküren genutzt wird, sind sieben Kabinen durch Nordic-Knots-Stoffvorhänge getrennt und mit Oxblood-roten Fliesen gestaltet, um das Gefühl von Privatsphäre und Ritual zu intensivieren. Diese neo-vintagehafte, minimalistische Ästhetik setzt sich im Powder Room fort, dessen Wände in strukturiertem Kohlegrau gehalten sind und der ein Betonbecken mit einer außergewöhnlichen Armatur beherbergt, die direkt aus der Decke ragt.



















