Khaite Spring/Summer 2026: Unvollkommenheit als neues Ideal
Designer Catherine Holstein überraschte mit einer Kollektion, die rohe Schönheit feiert – unterstützt von Skincare von Monastery und Make-up von NARS.
Bei Khaite gilt: Weniger ist mehr. In den raffinierten Details der eleganten Entwürfe steckt eine innewohnende Schönheit – wer genauer hinsieht, entdeckt präzise Handwerkskunst und klare Linien. Die Khaite-Frau trägt zwar eine minimalistische Haltung zur Schau, ist aber alles andere als schlicht. Sie lebt von Dualität – anmutig und zugleich kraftvoll – und genau dieses Spannungsfeld vereint sich harmonisch in der Spring/Summer-2026-Kollektion des Labels.
Sie strotzt vor Selbstbewusstsein – verständlich, wenn man in perfekt sitzenden Ensembles steckt, die jeden neidisch machen. Doch Designerin Catherine Holstein will ihren Kundinnen das Gefühl geben, auch ohne hochpolierten Look souverän zu wirken. Sie beweist: Auch Ungeplantes kann Haute Couture sein. Deshalb hat sie die glatten Kanten mit rohen Details aufgebrochen – asymmetrische Silhouetten, gewagte Formen, ausgefranste Säume – und so eine neue Facette präsentiert: Khaite undone.
Gezeigt wurde die Kollektion in The Shed auf einem Laufsteg, der sich als scharf gezacktes Labyrinth zwischen Wasserbecken schlängelte. Nebelschwaden zogen durch den Raum, während verspielte Texturen – von haptischen Pompons über Blumenapplikationen bis zu dicken Strickfäden – in abgestimmte Rock-Top-Sets, Hemden und Blusen eingearbeitet waren. Verformte Silhouetten gaben dieser Khaite-Version eine frische Kante; Stoffe wirkten verdreht, gefaltet oder gekniffen und hoben alltägliche Garderobenbasics auf ein neues Level.
Manche Lederjacken enden knapp unter – oder kokett über – der Brust und wirken wie die kühne große Schwester unseres vertrauten Lieblingslayers. Der Power-Pantsuit präsentiert sich neu, wenn Tüll dramatisch aus dem Dekolleté quillt – mal in knie-, mal in knöchellangen Capri-Varianten –, während gewagte Röcke mit Schlitzsäumen oder Oversize-Silhouetten auffallen. Dass Holstein Eleganz mit provokanter Rauheit verwebt, ist nichts Neues; doch dieser Ausflug ins Unerwartete wirkt außergewöhnlich bewusst.
Dieser unbeschwerte Spirit setzte sich auch in den Beauty-Looks der Show fort. Das Make-up blieb minimal – maximal ein verwischter Kohl-Eyeliner –, weshalb die Skin-Prep entscheidend war, um den „chic, aber ohne Anstrengung“-Vibe zu treffen. Mit Reinigungs- und Pflegeprodukten von Monastery wurde die Haut der Models vorbereitet und erhielt einen natürlichen Glow, der die rohe Schönheit jedes Looks hervorhob. Markengründerin Athena Hewett betonte, dass dieser organische Eindruck gewollt sei; er unterstreiche die zentrale Botschaft der Kollektion, dass Schönheit nicht immer streng gestylt sein muss.
Tauche ein in diese neue Khaite-Interpretation und entdecke oben die komplette Kollektion.


















