Lee Moriarty enthüllt die weiche Seite der Luchadores in „Balance“
Die erste Soloausstellung des Künstlers und Pro-Wrestlers zeigt unerwartet intime Momente jenseits des Rings.
Nach seinem Durchbruch bei der NADA Miami im vergangenen Winter kehrt Lee Moriarty nun mit Balance, seiner ersten Soloausstellung zurück, die am 27. September in der Night Gallery eröffnet wird. Unter der Kuratur von Adam Abdalla verlagert die achtteilige Schau den Fokus vom Ring auf das Privatleben der Luchadores und tauscht spektakuläre Draufgängermanöver gegen nachdenkliche Momente der Ruhe und Reflexion.
Ausgehend von seiner eigenen Lucha-Libre-Karriere – in Mexiko studierte er den technischen Llave-Stil – nähert sich Moriarty seinen Motiven mit dem Blick eines Insiders und setzt sich aus dieser doppelten Perspektive mit Fragen nach Identität, Performance und der von ihm so bezeichneten „noch wenig erforschten Dualität im Leben professioneller Wrestler“ auseinander.
In Balance, erkundet Moriarty die Spannung der Zwischenzustände – Rüstung und Verletzlichkeit, Spektakel und Selbst. Indem er sich den einfachen Dichotomien von Held und Schurke verweigert, eröffnet der Künstler einen Raum, in dem die überlebensgroßen Ringfiguren etwas Entwaffnendem, Zarterem und unerwartet Menschlichem Platz machen.
Balance ist vom 17. September bis zum 18. Oktober im Chapel Viewing Room der Night Gallery zu sehen.



















