Young Miko will nicht gestört werden
Zur Feier ihrer ausverkauften Konzertreihe im legendären Stadion von Puerto Rico haben wir mit Young Miko über ihr neues Album gesprochen – direkt vor ihrem großen Auftritt im El Choli.
Der puerto-ricanische Superstar Young Miko lebt mit ihrem zweiten Studioalbum ihren Traum. Mit neuer Reife und starker Vision durchbricht sie weiter Grenzen – der beste Beweis dafür sind ihre zwei ausverkauften Nächte im El Choli in Puerto Rico.
„Mir ist es wichtig, mich als Künstlerin ständig selbst herauszufordern, um weiter das tun zu können, was ich liebe. Und ich habe das Gefühl, wir haben uns auch vorgenommen, die Hörer:innen in eine eigene Welt mitzunehmen, in die sie gemeinsam mit uns eintauchen können“, erzählt uns Young Miko über Do Not Disturb.
Von der klaren Schwarz-Weiß-Ästhetik des Projekts bis hin zu ihrem einzigen Feature mit Rapper Eladio Carrión – Do Not Disturb markiert einen Wendepunkt in ihrer Karriere, während sie sich weiter als globale Top-Künstlerin etabliert. Nach der Tour mit Billie Eilish und einer Reise nach Mexiko für ihren Headline-Auftritt beim Coca-Cola Flow Fest, klettert Young Miko immer weiter an die Spitze.
Anlässlich ihrer ausverkauften Konzertreihe im ikonischsten Stadion Puerto Ricos haben wir mit Young Miko gesprochen – über ihr neues Album und darüber, wie sie sich darauf vorbereitet hat, El Choli zum Beben zu bringen.
Wie ist Do Not Disturb entstanden?
Ich wollte unbedingt ein richtiges Projekt machen und hatte viele Ideen – zum Beispiel, das Sternzeichen für das Album zu nutzen. Eine Schwarz-Weiß-Ästhetik hatte ich schon lange im Kopf. Zuerst habe ich alle Songs gemacht, dann kam der Look dazu; danach hat sich alles wie von selbst wie ein Puzzle zusammengefügt, und ich wusste schon genau, welchen Titel ich dafür wollte.
Ich wollte Musik machen, die man fühlt, nicht unbedingt erklärt. Und irgendwann, unter Freund:innen, beim Essen mit der Familie, hat jemand „Do Not Disturb“ gesagt – und der Ausdruck ist einfach hängen geblieben. Ich nehme an, du benutzt die Do-Not-Disturb-Funktion auch.
Welche Botschaft wolltest du deinen Fans mit dem Album mitgeben?
Ich wollte meinen Fans sagen, dass wir mehr Zeit mit uns selbst verbringen müssen – dass das etwas Gesundes ist. Und dass es manchmal wichtig ist, nicht so sehr auf äußere Meinungen oder die Erwartungen zu hören, die bestimmte Menschen an uns haben. Es ist wichtig, sich diesen Raum zu geben: mit sich selbst zu sein, zu heilen, sich gut zu fühlen.
Welcher Song vom Album ist dein persönlicher Favorit?
„Ojalá“ ist einer der bedeutendsten Songs für mich. Darüber konnte ich mich persönlicher mit meinen Fans und mit dem Projekt verbinden. Der Track hat mir auch sehr geholfen, die Ästhetik des Albums und die Richtung, in die ich gehen wollte, zu definieren. „Algo Casual“ wird für mich auch immer ein ganz besonderer Song bleiben.
Wie hast du innerhalb dieses Projekts neue musikalische Wege erkundet?
Ich habe das Gefühl, dass ich mir in diesem Projekt mehrere Chancen gegeben habe, Dinge auszuprobieren, die ich schon länger machen wollte – zum Beispiel Drum and Bass. Ich habe Jersey gemacht, ich habe auch Afro gemacht, was ich schon lange probieren wollte, aber ich hatte immer das Gefühl, dass ich noch nicht genau da war, wo ich wusste, dass ich hinkommen kann und wie es klingen könnte.
Die Schwarz-Weiß-Ästhetik zeigt ein neues Maß an Reife; ich spüre auch da eine Weiterentwicklung. Ich spreche über Dinge, die ein bisschen persönlicher sind. Ich spiele mit meinen Grenzen und experimentiere mit Themen, die mich früher vielleicht verletzt hätten – aber hier erzähle ich sie auf eine Art, die sagt: „Das trifft mich nicht mehr so wie früher.“
Was steht nach deinen zwei ausverkauften Nächten im El Choli in Puerto Rico für dich an?
Im Moment bin ich voll und ganz auf El Choli konzentriert und kann noch gar nicht darüber hinausdenken. Ich möchte weiterarbeiten und weiter Musik machen. Aber auch auf persönlicher Ebene will ich das Gefühl behalten, mich weiterzuentwickeln, zu wachsen, neue Teile von mir zu entdecken – und spüren, dass das Fandom wächst und dass diejenigen, die schon da sind, bleiben.
Im El Choli zu spielen, ist ein wahr gewordener Traum. Ich habe mein ganzes Leben lang von diesem Moment geträumt und kann kaum glauben, dass ich gleich zwei Nächte bekommen habe und es jetzt schon so kurz bevorsteht. Ehrlich gesagt ist das gerade alles, woran ich denken kann.



















