Pastiche bringt seine maximalistischen, nostalgiegeladenen Pieces auf den US‑Markt
Mitgründerin Florencia versteht den Launch als kulturellen Dialog.
Zusammenfassung
- Pastiche expandiert in die USA und versteht diesen Schritt zugleich als Statement und als Neubeginn
- Die Ästhetik der Marke verbindet nostalgischen Futurismus mit uruguayisch geprägtem, kulturellem Storytelling
- Ein neues Schwesterprojekt, Social Performer, startet außerdem mit nicht-saisonalen, thematischen Kapsel-Kollektionen
Die uruguayische Modemarke Pastiche hat ihre Expansion in den US-Markt bekannt gegeben – ein Schritt, den Mitgründerin Florencia Otonello zugleich als Statement und als Ausgangspunkt versteht. Pastiche, ein Familienunternehmen, das von den Schwestern Florencia und Lucia Otonello geführt wird, hat sich mit einer klar wiedererkennbaren Formel etabliert: einer bolden, farbintensiven Signature-Ästhetik, stark kontrastierenden Nähten und bewusst inszenierten Color Clashes. Florencia Otonello betont, dass diese Expansion zeige, dass die Sprache von Pastiche – eine Fusion aus vergangenen Narrativen und zukünftigen Codes – über Grenzen hinweg resoniert, und ergänzt: „Es ist auch ein Beweis dafür, dass es international eine echte Sehnsucht nach nuanciertem, kulturell vielschichtigem Storytelling gibt.“
Die Ästhetik der Marke ist tief im kulturellen Storytelling verankert und schöpft ihre Inspiration aus dem uruguayischen Lifestyle – mit Anklängen an Folk Art, Workwear und nostalgisches Design. Die jüngste Fall/Winter-2025-Kollektion verkörperte diese Vision mit einer Auswahl an einzigartigen Denim-Pieces und Strick, inspiriert von der lokalen Farbwelt Montevideos. Otonello möchte Mode als Vehikel für Dialog nutzen und versteht die Marke als „cultural movement, das Menschen dazu einlädt, das Gegebene, das Erwartete und das Unsichtbare zu hinterfragen“.
Aus Lateinamerika kommend, wissen Otonello und ihr Team, „dass es immer eine Herausforderung – und eine Verantwortung – ist, unsere Eigenart einem globalen Publikum zu vermitteln, ohne sie zu verwässern“. Die Marke bringt daher ganz bewusst neue spanische Begriffe ins amerikanische Style-Vokabular ein, etwa buzo (Pullover) und chaleco (Weste) – und positioniert die Pastiche-Kundschaft damit als „super cool, weil sie Bescheid weiß“. Ihr Plan sei es, zu wachsen, indem sie „tiefer gehen“ und eine Community aufbauen, die sich um Neugier und produktive Reibung dreht.
Mit Blick in die nahe Zukunft schlägt die Marke mit dem Launch von Social Performer ein neues kreatives Kapitel auf – ein Schwesterprojekt, das mit einem „ganz anderen Puls“ arbeitet. Diese Initiative verweigert sich dem starren Takt klassischer Fashion-Kalender und denkt stattdessen in „Acts“ – thematischen Kapsel-Kollektionen, die Bedeutung ansammeln, statt zu verfallen.



















