15 Jahre später: „Scott Pilgrim vs. the World“ rockt noch immer
Wir blicken zurück auf die rasante, stylische Fusion des Films aus Indie-Rock, Videospielen und Romantik.
In einer Kinolandschaft, die derzeit von Sequels und sicheren Nummern geprägt ist, Edgar Wrights Scott Pilgrim vs. the World ist keinen Tag gealtert. Der Kultklassiker bleibt auch 15 Jahre später ein Triumph in Sachen Mode, Sound und Stil – trotz eines enttäuschenden Starts an den Kinokassen.
Wright tat mehr als nur Bryan Lee O’Malleys Graphic-Novel-Reihe zu adaptieren. Er löste die Panels vom Papier und ließ sie auf der großen Leinwand lebendig werden. Das atemlose Tempo des Films, angetrieben von einem ikonischen Indie-Rock-Soundtrack und kinetischen visuellen Effekten, verwandelte das, was eine banale Liebesgeschichte hätte sein können, in einen glorreichen Acht-Bit-Parcours aus Bosskämpfen. Sein visueller Mix aus Manga und Videospielen, gepaart mit messerscharfer Schreibe, hauchte dem Film neues Leben ein.
Doch nicht nur das visuelle Spektakel sichert ihm seinen Legendenstatus. Der Film ist eine hyperstylische Zeitkapsel der Indie-Kultur der späten 2000er. Röhrenjeans, Garagenbands und ironische Distanziertheit werden getragen von einem perfekt besetzten Michael Cera und der Traumgirl-Aura von Mary Elizabeth Winsteads Ramona Flowers. Er prägte die Ästhetik und die Herangehensweise an Romantik einer ganzen Generation und machte das Erwachsenwerden und das berühmte „L“-Wort (nein, nicht „Lesben“ – das andere) zu Bosskämpfen. 15 Jahre später, Scott Pilgrim vs. the World gilt noch immer als Initiationsritus für anspruchsvolle Menschen in ihren Zwanzigern.
Scott Pilgrim vs. the World ist jetzt in Cathay Pacifics preisgekröntem Bordunterhaltungssystem.


















