Heron Preston kündigt den Relaunch seines gleichnamigen Labels an
Nachdem er sich im Juli die volle Eigentümerschaft zurückgeholt hat, folgt jetzt der Neustart.
Zusammenfassung
- Heron Preston kündigt seine Rückkehr zu seinem gleichnamigen Label an und holt sich nach der Insolvenz und den konzerninternen Turbulenzen der New Guards Group die vollständige Eigentümerschaft und die kreative Kontrolle zurück.
- Prestons Rückkehr verspricht eine neue Ära authentischer Kreativität, „frei vom Einfluss externer Investoren“.
Heron Preston hat die Eigentumsrechte an seinem gleichnamigen Label zurückerlangt – ein Signal für einen Neuanfang nach mehreren Jahren unternehmerischer Verflechtungen. Der Designer, der gemeinsam mit Zeitgenossen wie Virgil Abloh die Herrenmode maßgeblich mitprägte, indem er die Luxury-Streetwear-Bewegung vorantrieb, lancierte seine Marke 2017 unter dem Dach der New Guards Group (NGG).
Nach der Übernahme von NGG durch Farfetch 2019 und später Coupang 2023 geriet die Holding zunehmend ins Wanken, was Ende 2024 in einem Insolvenzantrag gipfelte. Der Designer kämpfte jahrelang dafür, seine Vision zu schützen, und erwarb im Juli 2025 offiziell alle rechtlichen und kommerziellen Rechte an seinem Namen zurück. Diese Entscheidung signalisiert zugleich, dass Preston seine Unabhängigkeit und kreative Freiheit wiederherstellen kann – und damit den Kurs des Labels neu bestimmen.
Die Ankündigung, die über Prestons Instagram geteilt wurde, unterstreicht seine Absicht, das Label von New York aus neu zu lancieren und die Verbindung zu der Stadt zu erneuern, die seine frühen Jahre geprägt hat. Der Designer brachte die Intensität seiner Reise zum Ausdruck und sagte: „Ich bin durch die Hölle gegangen, um zu schützen, was ich aufgebaut habe. Ich habe für meinen Namen, meine Arbeit und meine Vision gekämpft. Jetzt bin ich zurück – entschlossener denn je.“
Mit Blick nach vorn verspricht der Relaunch, an das Erbe der Marke anzuknüpfen und die Streetwear-Ästhetik mit kulturellem Storytelling zu verweben. Seine Rückkehr ist nicht nur wegen der Wiederbelebung seines Labels bemerkenswert, sondern auch, weil sie im Einklang mit einer größeren Bewegung von Designerinnen und Designern steht, die sich nach konzernweiten Umstrukturierungen ihre Autonomie zurückholen. Mit der vollständigen Kontrolle in seinen Händen dürfte der Designer Kollektionen präsentieren, die seinen ursprünglichen Ethos widerspiegeln und zugleich auf die sich wandelnde Modelandschaft reagieren.
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