Die Wachowskis baten Hideo Kojima, ein „Matrix“-Game zu entwickeln – doch Konami sagte Nein
Ein Ex-Konami-Manager enthüllte, dass Kojima, die Wachowskis und ihr Concept Artist das Projekt persönlich besprachen.
Zusammenfassung
- Die Wachowskis wandten sich persönlich an Hideo Kojima, um ein Matrix-Spiel Ende der 90er-Jahre zu entwickeln.
- Der Pitch wurde von Konami-Manager Kazumi Kitaue abgelehnt, obwohl Kojima „großes Interesse“ bekundet hatte – sehr zum Ärger seines Teams.
- Dem nie realisierten Projekt wurde nachgesagt, es solle das Metal Gear Solid-Team einbinden; letztlich wurde es von Shiny Entertainment entwickelt (Enter the Matrix, Path of Neo)
Die Welt hätte ein Matrix-Spiel von Hideo Kojima in den 90er-Jahren erleben können, hätte Konami es nicht gestoppt.
Christopher Bergstresser, ehemaliger Vizepräsident für Lizenzen bei Konami Digital Entertainment, sagte gegenüber Time Extension, „Die Wachowskis waren große Kojima-Fans.“ Er erzählte weiter: „Also waren Kazumi Kitaue, Kojima, Aki Saito (der noch immer mit Kojima arbeitet) und ich in der Konami-Zentrale, als wir einen Anruf von den Wachowskis erhielten. Sie wollten vorbeikommen und Kojima treffen. Also kamen sie!“
Bergstresser führte weiter aus: „Die beiden kamen mit ihrem Concept Artist herein und sagten im Grunde zu Kojima: ‚Wir möchten, dass du das Matrix-Spiel machst. Schaffst du das?‘ Aki übersetzte das für Herrn Kitaue ins Japanische, und Kitaue sah sie nur an und sagte schlicht: ‚Nein‘. Immerhin durften wir noch die japanische Matrix-Premiere samt Afterparty genießen.“
Gerüchte, wonach Kojima das Matrix-Videospiel leiten würde, kursierten bereits im Dezember 1999. Time Extension weist außerdem darauf hin, dass ein Bericht von NextGen nahelegte, Kojima und sein Metal-Gear-Solid-Team seien die Favoriten für die Entwicklung des Titels gewesen. Kojimas eigenes Metal Gear Solid 2 Entwicklungstagebuch stützt ebenfalls Bergstressers Darstellung: Der Regisseur bestätigte, dass er sich am 25. August 1999 im Park Hyatt in Shinjuku mit den Wachowskis und ihrem Concept Artist Geoff Darrow traf – dem Tag der Matrix-Premiere in Japan.
Ein anonymer Konami-Mitarbeiter widersprach den Aussagen jedoch. Kojima soll weiterhin „großes Interesse“ an einem Matrix-Spiel gezeigt haben, selbst nach Konamis Absage. Zudem herrschte „große Enttäuschung“ im Team.
Shiny Entertainment entwickelte und veröffentlichte die Videospiele schließlich selbst und brachte Enter the Matrix 2003 heraus und The Path of Neo 2005.

















