Toyota bringt den V8-starken GR GT Supersportwagen für erste dynamische Fahrt nach Großbritannien
Der heiß erwartete straßenzugelassene Rennwagen zeigt sich erstmals unverhüllt vor britischem Publikum.
Zusammenfassung
Toyotas Flaggschiff-Supersportler GR GT ist offiziell in Großbritannien gelandet und gibt sein ungetarntes Debüt in Goodwood.
Der straßenzugelassene Hybrid-V8-Renner mit 641 bhp ist darauf ausgelegt, den Premium-Performance-Marken Europas ernsthaft Konkurrenz zu machen.
Mit einem ultraleichten Carbonfaser-Monocoque startet das eigenständige Gazoo Racing-Flaggschiff 2027.
Toyota hat seinen mit Spannung erwarteten Flaggschiff-Supersportwagen beim Goodwood Festival of Speed in Großbritannien offiziell und ohne Tarnung dynamisch präsentiert. Der GR GT, ein straßenzugelassener Rennwagen, bringt den japanischen Hersteller in direkte Konkurrenz zu europäischen Schwergewichten wie dem Mercedes-AMG GT und dem Aston Martin Vantage. Unter der Leitung von Vorstandsvorsitzendem und Master Driver Akio Toyoda griff das Projekt auf erfahrene Ingenieure aus früheren bedeutenden Fahrzeugprogrammen zurück, um technisches Spitzenwissen für eine neue Generation von Entwicklern zu bewahren.
Herzstück des Fahrzeugs ist ein neu entwickelter 4,0-Liter-V8-Biturbo in Hot-Vee-Bauweise mit Trockensumpfschmierung, die eine besonders kompakte Bauform ermöglicht. Gemeinsam mit einem in das Transaxle integrierten Elektromotor bildet der Verbrenner einen leistungsstarken Hybridantrieb. Über ein kohlefaserverstärktes Drehmomentrohr und ein Achtgang-Automatikgetriebe mit Nasskupplung für blitzschnelle Schaltvorgänge gelangt die Kraft an die Hinterräder. Angestrebt werden 641 PS und 850 Nm Drehmoment. Der Elektromotor überbrückt beim Gangwechsel gezielt mögliche Leistungslücken und sorgt so für nahtlose Beschleunigung. Die Ingenieure rechnen mit einem Sprint von 0 auf 100 km/h in etwa 3,5 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von über 319 km/h.
Gewichtsreduzierung und Chassissteifigkeit waren zentrale Säulen der Entwicklungsphase. Mit weniger als 1.750 Kilogramm auf der Waage setzt der Wagen auf eine Rohkarosserie komplett aus Aluminium, kombiniert mit Außenhautteilen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. Gazoo Racing verfolgte dabei einen Reverse-Engineering-Ansatz, bei dem die Aerodynamik konsequent an erster Stelle stand. Optimale Abtriebswerte und Kühleffizienz hatten Vorrang, bevor das Außendesign finalisiert wurde. Das Ergebnis ist eine Silhouette mit markantem Heckflügel und einem fahrerorientierten Cockpit, das für maximale Sicht ausgelegt ist. Zur technischen Aufrüstung gehören ein neu entwickeltes, tief angeordnetes Doppelquerlenker-Fahrwerk, massive Brembo-Karbon-Keramikbremsen und eigens entwickelte Michelin Pilot Sport Cup 2-Reifen.
Ein prägnantes Detail, das den Supersportwagen vom übrigen aktuellen Modellprogramm abhebt, ist der vollständige Verzicht auf die üblichen Markenembleme. Diese strategische Entscheidung etabliert die Rennabteilung als eigenständige Performance-Marke unter dem Dach des Konzerns. Auch die Klangentwicklung spielte eine entscheidende Rolle: Die Abgasanlage wurde akribisch darauf abgestimmt, einen emotionalen Sound zu erzeugen, der mit dem dynamischen Zustand des Fahrzeugs synchronisiert ist. Während die abschließenden Erprobungen auf öffentlichen Straßen und Rennstrecken weltweit derzeit enden, bereiten sich die Autohäuser darauf vor, das kraftvolle V8-Flaggschiff 2027 in Empfang zu nehmen.



















